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Lauenburg Siebeneichens Sportplatz sucht Sportler – oder andere Nutzer
Lokales Lauenburg Siebeneichens Sportplatz sucht Sportler – oder andere Nutzer
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19:12 01.08.2017
Wildschweine und Unkraut: Die Natur holt sich den seit fast zwei Jahren brachliegenden Fußballplatz in Siebeneichen zurück. Wildschweine, vermutlich aus dem benachbarten Maisfeld, haben den Rasen nach Fressbarem umgegraben. Quelle: Fotos: Holger Marohn

Bei ihrem Bau vor 35 Jahren waren die Rasenplätze mit dem neuen Sportlerheim in Sieben- eichen eine Vorzeigeanlage für die gesamte Region. Seitdem der Büchen-Siebeneichener Sportverein sich aus Siebeneichen verabschiedet hat, liegen die Plätze brach und entwickelten sich zum Eldorado für Wildschwein und Co. Die Gemeinde sucht nach einer Nutzung.

Die Gemeinde will trotz Rückzug des BSSV das Sportlerheim sanieren.

„Der Büchen-Siebeneichener Sportverein hat 2016 den Nutzungsvertrag leider gekündigt“, sagt Siebeneichens Bürgermeister Karl-Heinz Weber. 33 Jahre lang hatten Fußballer zunächst des SV Siebeneichen und ab 1988 gemeinsam mit Büchen als Büchen-Siebeneichener Sportverein auf den beiden Rasenplätzen gekickt. Die Gemeinde zahlte für Wasser und Abwasser, die Fußballer Strom und die Platzpflege.

Doch die Stromkosten, nicht nur für das Flutlicht, sondern vor allem für das Heizen des Duschwassers und der Räume liefen den Sportlern immer weiter davon. Zuletzt sollen es 7000 bis 9000 Euro pro Jahr gewesen sein. Der Verein – auch aufgrund des neuen Kunstrasenplatzes in Büchen nicht mehr auf die Siebeneichener Anlage angewiesen – zog die Reißleine.

Bürgermeister Weber ist allerdings vor allem vom Verhalten der BSSV-Verantwortlichen danach enttäuscht. Diese hätten ein Jahr lang signalisiert, dass man die Anlage weiter nutzen wolle, wenn die Stromkosten reduziert würden. Doch während die Gemeinde ein entsprechendes Konzept aufstellte und Zuschüsse bei der Aktiv-Region erfolgreich einwarb, ruderten die Sportler schließlich zurück.

„Wir wären bereit gewesen, zusammen mit der Aktiv-Region 100000 Euro in die Hand zu nehmen“, sagt Weber. Denn um das Gebäude abzureißen, sei es einfach zu schade. 1982 hatte die Sportanlage den 1950 errichten „Fußballacker“ mit Umkleidebaracke an der Möllner Straße abgelöst.

Der neuen Anlage droht nun ein ähnliches Schicksal. Denn durch die Hinhaltetaktik des BSSV habe man nun ein ganzes Jahr verloren. Eine Lücke, die nicht nur Wildschwein, Maulwurf und Kaninchen, sondern zunehmend auch Randalierer genutzt haben. „Ein Jahr Vakanz bedeutet Vandalismus“, zeigt sich Weber frustriert.

Dennoch will die Gemeinde die Anlage nicht aufgeben. Würde dadurch doch nach der Schließung des 1956 eröffneten Freibades im Jahr 2000 eine weitere Freizeiteinrichtung verloren gehen. Webers Idee, das Umkleidegebäude nach einer Sanierung als Basislager für einen Waldkindergarten zu nutzen, wurde vom Amt abgebügelt. In Büchen gebe es bereits eine Waldgruppe und dort seien noch zwei Plätze frei. Außerdem plant das Amt für mehrere Millionen Euro den Ausbau der Wiesenkita in Büchen.

Weber hofft nun, einen anderen Interessenten zu finden. Auf dem unteren Fußballplatz hat sich bereits vor ein paar Monaten ein Hundesportverein niedergelassen. Der obere Platz direkt am Umkleidegebäude hätte sogar Flutlicht. Zuletzt schlugen auf dem Platz ein paar Pfadfinder ihr Lager auf.

Holger Marohn

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