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Lauenburg So kunstvoll sind „Liebenswerte Merkwürdigkeiten“
Lokales Lauenburg So kunstvoll sind „Liebenswerte Merkwürdigkeiten“
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20:10 25.01.2017
Schwarzenbek

Wenn Melanie Lindemann über Julia Staron spricht, gerät sie regelrecht ins Schwärmen. „Was uns beide verbindet, ist die Tatsache, dass wir Schwestern im Geiste sind. Unsere Begeisterung für das Andere und das Nonperfekte, für die Komplexität des Miteinander-Lebens und die Bereicherung unser aller Welt über eine asymmetrische Ästhetik.“ Das sagt Lindemann, Geschäftsführerin der Louisenhof gGmbH, über Staron, deren Bilderausstellung „Liebenswerte Merkwürdigkeiten“ derzeit – und noch bis zum 26. Februar – im Amtsrichterhaus Schwarzenbek zu sehen ist.

Die Malerin ist eine echte Macherin: Nur Betreiberin des Kiezclubs kukuun am Hamburger Spielbudenplatz zu sein, dessen Name für Kunst, Kultur und Unterhaltung steht, füllt sie nicht aus. So trommelt sie für die Kultur und für soziales Miteinander unter anderem als Quartiersmanagerin Reeperbahn, im Beirat der IG St. Pauli, als Schirmherrin für die Antikältehilfe und im Kulturausschuss des Bezirks Hamburg-Mitte.

Seit ihrer Jugend malt Julia Staron. Mit den Jahren hat sie einen unverwechselbaren Stil entwickelt. Skurrilitäten des zwischenmenschlichen Alltags fängt sie unnachahmlich in ihren Acryl-Öl-Arbeiten ein. Diese entstehen meist auf Leinwand – Momentaufnahmen, mal ironisch, mal nachdenklich – und fast immer mehrdeutig.

Für ihre Freundin Melanie Lindemann sind Kunst und Kultur als alltäglicher Teil des sozialen Miteinanders auch auf dem Louisenhof in Müssen ebenso wie in den Schwarzenbeker Wohn- und Arbeitsangeboten für Menschen mit Behinderung selbstverständlich. Daher sorgt sie dafür, dass die Betreuten ihrer Einrichtung nicht nur in den vielfältigen öffentlichen Kulturveranstaltungen im Amtsrichterhaus kulturellen Lebensraum haben, sondern auch durch den Chor „LouisenSingers“, die „Montagsmaler“, die Trommelgruppe und das Theater-Ensemble „Pegasus“.

Zwei Frauen also mit einem gemeinsamen Anliegen: Und so laden die beiden zu Sonntag, 29. Januar, 16 Uhr, ins Amtsrichterhaus ein: „Wir freuen uns auf Gespräche mit Interessierten und Gleichgesinnten. Zu den Bildern, zu Emotionen, zur liebenswerten Schönheit unserer Merkwürdigkeiten, des Anders-Seins, des Nonperfekten.“

Amtsrichterhaus Schwarzenbek: Körnerplatz 10, ☎ 04153/52220, donnerstags bis sonntags 14 bis 18 Uhr

Internationales Begegnungscafé

Treffpunkt von Bürgerinnen und Bürgern aller Nationen, Kulturen und Altersgruppen ist das Internationale Begegnungscafé. Entstanden ist es im Amtsrichterhaus aus einer Initiative des „Runden Tisches“. Hier kann man sich bei Kaffee oder Tee auf spannende interkulturelle Begegnungen einlassen. Treff ist jeden zweiten und vierten Mittwoch von 15 – 17 Uhr. Kontakt unter Telefon 041

51/2009.

LN

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