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Lauenburg Sorgloses Grillen löst Flächenbrand aus
Lokales Lauenburg Sorgloses Grillen löst Flächenbrand aus
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16:31 30.07.2018
Die Feuerwehr musste an der Mercatorstraße einen Flächenbrand, der zahlreichen Amphibien das Leben kostete, löschen. Quelle: Timo Jann
Geesthacht

Zahlreiche Amphibien sind am Sonntagabend ums Leben gekommen, weil Bewohner der Flüchtlingsunterkunft an der Mercatorstraße achtlos eine Feuerstelle auf ihrem Sportplatz entzündet hatten. Die Flammen breiteten sich über einen bewachsenen Erdwall in das angrenzende Amphibiengebiet aus, das die Stadt im Frühjahr gerade erst als Refugium für die Tiere hergerichtet hatte. Die Tiere hatten keine Chance, vor den Flammen zu flüchten. Jetzt ermittelt die Polizei.

Ein Ring aus Steinen, dazu das Grillrost aus einem Backofen, zwei Köderboxen für Ratten und zwei Feuerzeuge. Das alles fanden die Einsatzkräfte vor, als sie am Sonntag gegen 18 Uhr die Einsatzstelle an der Mercatorstraße erreicht hatten. Flammen loderten im trockenen Bewuchs neben dem Sportplatz. „Wir hatten noch Glück, hätten wir mehr Wind gehabt, hätte sich das Feuer noch deutlich schneller ausgebreitet“, sagte Heiko Brett. Der stellvertretende Feuerwehrchef leitete den Einsatz.

Die Feuerwehrleute, die mit fünf Fahrzeugen angerückt waren, setzten zwei Strahlrohre zur Brandbekämpfung ein. In der Region herrscht aktuell die zweithöchste Brandgefahrenstufe in der Natur – nur hatte das den Bewohnern der Containeranlage wohl niemand ordentlich von den Betreuern erklärt.

Nach dem Notruf eines Bewohners war schließlich niemand mehr von den illegalen Grillern ausfindig zu machen.

tja

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