Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lauenburg Sozialdemokratie liegt Scheer im Blut
Lokales Lauenburg Sozialdemokratie liegt Scheer im Blut
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:58 21.09.2017
Dr. Nina Scheer möchte wieder für die SPD in den Bundestag einziehen und dort den Wahlkreis 10 vertreten. Quelle: Marohn
Siebeneichen

Seit vier Jahren sitzt Dr. Nina Scheer für die SPD im Bundestag. Und weitere vier sollen folgen - entweder als direkt gewählte Abgeordnete oder über die Landesliste will die 45-Jährige wieder nach Berlin. Und mit dem Listenplatz 3 noch vor der langjährigen Lübecker Abgeordneten Gabriele Hiller Ohm (Platz 5) gilt Scheer auch bei einer Niederlage um das Direktmandat als abgesichert.

Scheers politische Karriere verlief in den vergangenen Jahren steil. 2006 war die studierte Violinistin, Juristin mit erstem Staatsexamen und promovierte Politikwissenschaftlerin zum Thema „Welthandelsfreiheit vor Umweltschutz?“ für ein Jahr Wissenschaftliche Mitarbeiterin eines Bundestagsabgeordneten, anschließend Geschäftsführerin des Bundesverbandes der grünen Wirtschaft und nach einem kurzen Lehrauftrag an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin schließlich Bundestagskandidatin im Lauenburgischen und Südstormarn.

Zum Thema

Informieren Sie sich mit aktuellen Nachrichten zum Wahlkampf auf Bundesebene unter www.LN-online.de/Bundestagswahl.

Alle Nachrichten über Ihren Wahlkreis unter www.LN-online.de/Wahlkreis10

Auf Anhieb schaffte die gebürtige Berlinerin und in Stuttgart und Remagen aufgewachsene Scheer die Nominierung als Direktkandidatin und den Sprung auf Platz sechs der SPD-Landesliste - und über letzteres den Einzug in den Bundestag. Der Wahlkreis war frei. Gegen einen Amtsinhaber wäre sie nicht angetreten, sagt Scheer.

Nach der Wahl verlegte die alleinerziehende Scheer mitsamt Tochter ihren Wohnsitz nach Geesthacht. Dort ist sie inzwischen angekommen. Aus der Geesthachter Mietwohnung ist inzwischen in der Stecknitzfahrer-Gemeinde Siebeneichen am Elbe-Lübeck-Kanal ein eigenes Haus geworden. Politisch folgt Nina Scheer großen Fußstapfen. Ihr Vater Hermann Scheer saß fast 30 Jahre im Bundestag, war international anerkannter Vorreiter in Sachen Klimaschutz und 16 Jahre im Bundesvorstand der SPD - zuletzt gemeinsam mit Schleswig-Holsteins SPD-Parteichef Ralf Stegner.

Klicken Sie hier, um Bilder und Porträts, Ansichten und Meinungen der Kandidaten des Wahlkreis 11 zur Bundestagswahl 2017 zu sehen!

Bei dieser familiären Vorgeschichte wundert es wenig, dass Klimaschutz und Erneuerbare Energien zu Scheers Spezialgebieten gehören. Themen, die komplex sind und sich nicht in wenigen Sätzen zusammenfassen lassen. Ein klares Ja oder Nein ist von Scheer nur selten zu hören. Eine Argumentationsweise, die Auftritte bei Podiumsdiskussionen nicht immer einfach macht. Es sei schade, dass die Diskussionen im Wahlkampf oft sehr oberflächlich und schlagwortgeprägt sind, bedauert Scheer.

„Politik lebt von Kommunikation. Daher ist mir der Austausch mit Ihnen über die Herausforderungen unserer Zeit, über Ihre persönlichen Erfahrungen, Beobachtungen und Erwartungen besonders wichtig“, wirbt Scheer. Und diese Kommunikationsfreudigkeit drückt sich auch durch den vollen Terminkalender aus. Nach einer knapp dreiwöchigen Sommerpause sind es in diesen Wochen schon mal bis zu fünf Termine am Tag - zuzüglich zahlreicher Haustürgespräche - da ist dann mehr Zeit.

Zur Person

Dr. Nina Scheer (45) ist Umwelt- und Energiepolitikerin der SPD, Vorstand der Hermann-Scheer-Stiftung und seit 2013 Bundestagesabgeordnete. Sie ist die Tochter des langjährigen SPD-Politikers Hermann Scheer.

In Stuttgart aufgewachsen und inBerlin lebend zog sie nach ihrer Wahl zunächst nach Geesthacht und später nach Siebeneichen. Scheer ist alleinerziehende Mutter einer 13-jährigen Tochter.

Kandidaten und Fakten

245062 Bürger dürfen am 24. September bei der Bundestagswahl im Wahlkreis 10, Herzogtum Lauenburg - Stormarn-Süd, in 297 Wahlbezirken ihre Stimme abgeben. Das sind mehr als 4500 Wähler mehr als vor vier Jahren. 137114 Stimmberechtigte fallen auf den lauenburgischen Wahlkreisbereich.

Das Amt Berkenthin sowie die Gemeinden Grinau, Groß Boden, Groß Schenkenberg, Klinkrade, Labenz, Linau, Lüchow, Sandesneben, Schip- horst, Schönberg, Schürensöhlen, Siebenbäumen, Sirksfelde, Steinhorst, Stubben und Wentorf (Amt Sandesneben-Nusse) aus dem Amt Sandesneben-Nusse sind dem Bundestagswahlkreis 11 zugeordnet.

Sieben Kandidaten bewerben sich im Wahlkreis 10 um den direkten Einzug in den Bundestag : Norbert Brackmann aus Lauenburg (CDU), Dr. Nina Scheer aus Siebeneichen (SPD), Dr. Konstantin von Notz aus Mölln (Grüne), Dr. Bernd Buchholz aus Ahrensburg (FDP, wird aufgrund seines zwischenzeitlichen Amtsantrittes als Wirtschaftsminister auf sein voraussichtliches Mandat über die Landesliste aber verzichten), Heidi Herma Elise Beutin aus Köthel, (Linke), Dr. Bruno Hollnagel aus Hoisdorf (AfD), Gregor Voht aus Lübeck (Freie Wähler).

Holger Marohn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!