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Lauenburg Spannender Stadtspiel-Wahlkampf
Lokales Lauenburg Spannender Stadtspiel-Wahlkampf
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21:23 28.06.2013

In „Tillhausen“ hat der Wahlkampf um das Bürgermeisteramt gestern für große Aufregung gesorgt. Die drei Kandidaten murmelten noch ein letztes Mal ihre Reden vor sich hin und versuchten ihre Nervosität in den Griff zu kriegen, bevor sie ihre Wahlkampfreden für die 300 jungen Teilnehmer des Stadtspiel hielten. Johannes (14), Moritz (11) und Sandra (14) lieferten alle, durch die Jubelrufe ihrer Parteianhänger angespornt, einen selbstsicheren Auftritt ab. Wahlversprechen wie der Einsatz gegen Mobbing, ein organisiertes Fußballspiel und Hamburger zum Abendbrot sollten die Wähler überzeugen.

Aus zuverlässiger Quelle erfuhr die LN, dass zunächst Johannes als der geheime Favorit gehandelt wurde, da er gleich zu Beginn sehr viele Wähler von sich überzeugen konnte. Er überprüfte vorher, ob er seine Wahlversprechen wirklich einhalten kann. So sprach er den Plan, Hamburger als Mahlzeit zu organisieren, mit dem Küchenchef ab. „Ich möchte nicht, dass jemand im Nachhinein kommt und sagt, du böser Bürgermeister hast deine Versprechen nicht eingehalten“, erklärte der 14-jährige sein Vorgehen. Sein Wahlspruch lautet: „TWG (Tillhausener Wählergemeinschaft) — klingt demokratisch, ist es auch.“

Konkurrenz bekam Johannes durch die Frauenpower-Partei „JSWP“ (Jules Sandras Winner Partei). Von den ursprünglich fünf Kandidaten sprangen kurzfristig zwei ab. Einer noch sehr junge Kandidatin wurde der Wahlkampfdruck und die Verantwortung zu viel. Die andere Austrittsentscheidung war Berechnung. Die Parteien von Jule und Sandra bildeten eine Koalition mit dem Ziel Johannes auszubooten und somit eine Frau an das Bürgermeisteramt zu bringen. „Wir haben erfahren, dass seit 2007 kein Mädchen mehr im Bürgermeisteramt war. Wir wollen das ändern.“ Damit sich die Stimmen für eine Frau nicht spalten, beschlossen die beiden Parteien „SWP“ und „JUNE“ sich zusammenzuschließen.

Moritz von „Das A - Team“ ist das Nesthäckchen unter den Kandidaten, aber lässt nicht an seiner Kompetenz zweifeln. Er war sehr aufgeregt, schätzt aber die Erfahrungen, die er gesammelt hat. „Ich wollte lernen, wie man am Besten auf Leute zugeht und sie überzeugt“, erklärt Moritz. Er interessiere sich außerdem für Politik.

Unterstützt wurden die Kandidaten durch den ehemaligen Bürgermeister von Mölln, Wolfgang Engelmann, der die Nervosität vor einer Wahl gut nachvollziehen kann. Als zuständiger Betreuer für den Politikbereich in „Tillhausen“ konnte er den Kandidaten natürlich Tipps aus erster Hand geben und sie auf die Reden vorbereiten.

Wer die Wahl in „Tillhausen“ gewonnen hat, entscheidet sich morgen. Der zukünftige Bürgermeister hat während seiner Amtszeit viel Verantwortung und muss wichtige Aufgaben wie die Begrüßung der Sponsoren und Förderer am Dienstag übernehmen. Auch ein persönliches Treffen mit dem Bürgermeister der Nachbarstadt Mölln steht im Terminkalender des neuen Amtsinhabers.

ar

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