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Lauenburg Spatenstich für Sozialunterkunft: 40 Wohnplätze in Kröppelshagen
Lokales Lauenburg Spatenstich für Sozialunterkunft: 40 Wohnplätze in Kröppelshagen
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18:17 16.12.2015

Feierlicher Moment nach jeder Menge dicker Luft im Vorwege: Gestern setzten Kröppelshagens Bürgermeister Michael von Brauchitsch, Martina Falkenberg, die Vorsteherin des Amtes Hohe Elbgeest, und Henning Reinhard, der beauftragte Architekt, zum ersten Spatenstich für die neue Wohnanlagen an der Bundesstraße, Ecke Friedrichsruher Weg, an. 40 Plätze für Obdachlose, Flüchtlinge und Asylbewerber sollen dort entstehen. In das Projekt investiert das Amt etwa 1,8 Millionen Euro.

Als die Pläne des Amtes für das ehemalige „Dazza“-Areal publik geworden waren, formierte sich zeitweise massiver Widerstand gegen das Bauvorhaben. „Es ist kein ganz normales Projekt“, sagte Martina Falkenberg dann auch während der kleinen Feierstunde, bei der viele andere Bürgermeister aus dem Amtsgebiet anwesend waren. „Es ist auch ein sehr emotionales Projekt“, sagte die Amtsvorsteherin und erinnerte an Fragen, die vor eineinhalb Jahren diskutiert wurden. Etwa, ob man tatsächlich 40 Plätze benötigen würde. Heute ist man längst von der Realität eingeholt, aktuell sind 240 Flüchtlinge an 21 Standorten im Amt untergebracht. Die Kröppelshagener Unterkunft wäre — würde man sie größer bauen — sicher auch sofort belegt.

„Wir hatten in der Zwischenzeit viele Sitzungen und haben die Gemeinde gut mitgenommen“, sagte Martina Falkenberg. Der Bürgermeister von Kröppelshagen wollte sich auf Nachfrage dennoch nicht zum Thema äußern. Das Grundstück liegt in zentraler Lage, so dass man im Amt davon ausgeht, die dort wohnenden Menschen gut integrieren zu können.

Der Entwurf des Architekten sieht vor, dass der Baukörper entlang der Bundesstraße entwickelt wird und es dann dahinter einen kleinen freien Grundstücksteil für die Bewohner gibt. „Wenn Petrus es zulässt, wollen wir Mitte Januar mit den Erdarbeiten beginnen“, berichtete Reinhard. Im Februar soll dann der Rohbau starten, spätestens im August alles bezugsfertig sein. Vorgesehen sind neben sieben Wohneinheiten, die später flexibel unterteilt werden können, auch ein Gemeinschaftsraum und ein Büro für einen Sozialarbeiter zur Betreuung.

Bis Ende 2016 geht die Amtsverwaltung in Dassendorf von etwa 650 Menschen aus Krisengebieten aus, die in den zehn Gemeinde untergebracht werden müssen. „Ein Problem ist, dass die anerkannten Flüchtlinge die Unterkünfte zurzeit kaum verlassen können, weil einfach anderer geeigneter Wohnraum fehlt“, so Martina Falkenberg. Deshalb wird in den Gemeinden auch über sozialen Wohnungsbau nachgedacht.

Timo Jann

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