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Spender für Notarzt gefunden: Nachricht löst Freude aus

Ratzeburg Spender für Notarzt gefunden: Nachricht löst Freude aus

Die Nachricht, dass ein geeigneter Stammzellenspender für den an Leukämie erkrankten Notarzt Dr. Thorsten Salamon gefunden wurde, hat sich wie ein Lauffeuer verbreitet (die LN berichteten).

Ratzeburg/Reinbek. Die Nachricht, dass ein geeigneter Stammzellenspender für den an Leukämie erkrankten Notarzt Dr. Thorsten Salamon gefunden wurde, hat sich wie ein Lauffeuer verbreitet (die LN berichteten). Um wen es sich bei dem potenziellen Spender handelt, ist allerdings nicht bekannt.

„Es ist ein wunderbares Gefühl, wenn man die Nachricht erhält, dass ein Spender gefunden worden ist“, sagte Salamon gestern den LN, die ihn im Reinbeker Krankenhaus trafen. Der an Leukämie erkrankte Notarzt hat hier einen Vorstellungstermin, weil er an der Leiste operiert werden muss. Die Ängste, die er gehabt habe, seien erstmal ganz weit nach hinten gerückt, seien eigentlich sogar weg. „Ich werde momentan ja mit Medikamenten behandelt und die schlagen so gut an, wie man es nicht unbedingt erwarten konnte. Nun gibt es auch noch einen geeigneten Spender. Den aber muss ich derzeit nicht in Anspruch nehmen, weil eben die Medikamente wirken“, sagt Salamon.

In der Tat sind seine Blutwerte inzwischen so gut wie normal. Und auch die Untersuchung seines kürzlich abgenommenen Knochenmarks in einem Münchner Speziallabor hat ergeben, dass die bösen Zellen sich nicht weiter ausgebreitet haben. „Diese bösen Zellen gehen auch nicht weg. Das wäre nur mit einer Stammzellenspende machbar und setzt eine heftige chemische Keule voraus“, sagt Salamon. Er sei froh, dass das momentan nicht nötig sei.

Weil die Medikamente so gut anschlagen und die Nebenwirkungen sich auch in Grenzen halten, müsse man derzeit nicht eingreifen. Seine Haut, insbesondere in der Armbeuge, sei ziemlich trocken. Und es gebe daher einen teilweise heftigen Juckreiz. Das sei schon unangenehm. „Möglicherweise rührt das daher, dass ich dort meinen Arm rasiert habe. Man muss mir ja immer wieder mal Blut abnehmen und da sind die Haare eher hinderlich“, sagt der Mediziner, dem man seine Fröhlichkeit regelrecht ansieht.

Davon haben sich auch seine Frau und seine Kinder anstecken lassen. Die Stimmung im Haus Salamon ist deutlich besser, als sie es nach der Diagnose im November gewesen ist. „Natürlich freut sich meine Frau und freuen sich meine Kinder auch darüber, dass es einen geeigneten Spender gibt“, erzählt der Mann, der als Oberarzt für Anästhesie am Krankenhaus in Hamburg-Boberg arbeitet. Dort möchte er auch gern wieder arbeiten, allerdings muss er sich nun erst einmal an der Leiste operieren lassen. Er hofft auf einen Termin in ein bis zwei Wochen und einen kurzen Krankenhausaufenthalt.

„Wenn nichts dazwischen kommt, will ich nach einem Tag in der Klinik wieder nach Hause. Und, so Gott will, möchte ich ab Mai wieder arbeiten.“ Arbeiten als Anästhesist in Boberg, aber auch als Notarzt auf einem Notarzteinsatzfahrzeug, möglicherweise sogar in Mölln, denn dort gehört er zum Team und ist Mitbegründer des Vereins Lauenburger Notärzte. Wegen der Leisten-OP muss er allerdings noch etwas auf seinen Einsatz auf dem vertrauten Hubschrauber „Christoph Hansa“ verzichten. Das dürfte sich nach seiner eigenen Einschätzung aber nur um etwa vier Wochen handeln, in denen er es noch etwas ruhiger angehen muss.

Die niederschmetternde Prognose, die Dr. Thorsten Salamon nach der Krebsdiagnose zu hören bekam, scheint längst über den Haufen geworfen zu sein. Damals hatten ihm die Ärzte noch sechs Monate gegeben.

LN

Von Jens Burmester

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Bad Oldesloe/Reinbek
Kann wieder lachen: Für Dr. Thorsten Salamon (53) gibt es einen Stammzellenspender.

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