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Alkohol Spiele,Handys,Schokolade:GegenSüchteanderGrundschule AlkoholundDrogenberatungimKreislobtKooperationmitRatzeburgerSchulverbandinSachenPräventionsarbeit.DochdielauenburgischeSparpo

Ratzeburg – Laut Alkohol und Drogenberatung im Kreis Herzogtum Lauenburg (ADB) haben bei Jugendlichen neue Medien, Zigaretten und Alcopops das größte Suchtpotential.

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Diese Dinge können süchtig machen: Mit solchen Hilfsmitteln gestaltet die Alkohol und Drogenberatung in der Grundschule Ratzeburg regelmäßig Vormittage im Sinne der Suchtprävention. Schulleiter Uwe Asmuß (v. l.) unterstützt Beatrix Fischer-Kiefer und Petr

Herzogtum Lauenburg. Ratzeburg – Laut Alkohol und Drogenberatung im Kreis Herzogtum Lauenburg (ADB) haben bei Jugendlichen neue Medien, Zigaretten und Alcopops das größte Suchtpotential. Das Phänomen Komasaufen hat abgenommen. Jedoch trinkt der harte Kern immer extremer. Die Alkohol und Drogenberatung im Kreis Herzogtum Lauenburg lobte bei eine Pressekonferenz die gute Zusammenarbeit mit dem Ratzeburger Schulverband. Geschäftsführer Jürgen Eulenpesch und seine Mitarbeiterinnen haben sich mit dem Schulleiter der Ratzeburger Grundschule, Uwe Asmuß, in den Räumen des Schulstandortes in der Ratzeburger Vorstadt getroffen und einen Überblick über die Präventionsarbeit mit den Viertklässlern gegeben.

„Wir könnten uns auch Anbieter für die Suchtprävention auf dem freien Markt suchen. Aber wir schätzen die Qualität, die von der ADB geboten wird“, erklärt Asmuß. „Die Zusammenarbeit funktioniert seit Jahren bestens. Abgesehen von der Präventionsarbeit in den vierten Klassen, dürfen wir Räume der Schule für Barkeeper-Schulungen im Rahmen unserer Alkoholfreien Cocktailbar nutzen“, erklärt Petra Schörling.

Die Diplom Sozialpädagogin Beatrix Fischer-Kiefer und Petra Schörling besuchen jede Grundschulklasse für einen Vormittag. Mit dabei haben sie ihren sogenannten „Suchtsack“. Symbole für potentielle Suchtmittel wie Colaflaschen, Schokolade, Medikamentenschachteln, Bier und Computermäuse sind darin enthalten. Besonders im Bereich der Nutzung von modernen Medien, PCs, Handys und Spielekonsolen nimmt die Zahl der Suchtgefährdeten zu.

Bei den Besuchen in den acht vierten Klassen der Grundschule in Ratzeburg wollen die Mitarbeiterinnen die Kinder dafür sensibilisieren, sich bei Problemen nicht in Medienwelten zu flüchten oder ins „Frustnaschen“ zu stürzen. Das Thema Rauchen ist ein weiterer Schwerpunkt in den vierten Klassen. „Wir mussten auch feststellen, dass die Faszinationen für die sogenannten Alcopops teilweise schon auf Schüler der vierten Klassen übergeschwappt ist“, berichten die Drogenberater. Sie stünden bei einigen im Ruf cool zu sein, wobei die Gefahren unterschätzt werden.

Das Phänomen Komasaufen habe abgenommen. „Die Zahl der Krankenhauseinlieferungen bei Jugendlichen mit Alkoholvergiftung ist dennoch gestiegen“, erklärt Eulenpesch. Das liege daran, dass der harte Kern der potenziellen Komasäufer noch extremer geworden ist. „Auch Spiele auf dem Computer haben ein hohes Suchtpotential. Wichtig ist vor allem, dass Eltern die Häufigkeit der Nutzung klar regeln“, sagt Beatrix Fischer-Kiefer. Sie weiß, dass Kinder mit Problemen Ablenkungen suchen. Daraus kann ein Suchtverhalten werden.

„Statistisch gesehen leben im Lauenburgischen 5900 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, in deren Familie ein Suchtkranker lebt“, erklärt Eulenpesch. Dabei gehe es nicht um Zigaretten, sondern um Alkohol-, Medikamentensucht oder gar härtere Drogen. Bundesweit liege dieser Wert etwa bei 2,6 Millionen Kindern unter 18.

Zu schaffen macht den Mitarbeitern der ADB die Sparpolitik des Kreises. „Durch die Kürzung der Zuschüsse von zwei Prozent pro Jahr rutschen wir bald finanziell wieder auf das Niveau von 1997“, sagt Geschäftsführer Eulenpesch. Damals startete die ADB mit jährlichen Zuschüssen von 298 000 Euro.

Unterdessen ist die Zahl der Aufgaben gestiegen. Der Schwerpunkt der Arbeit hat sich gewandelt. Vor 15 Jahren lag die Gewichtung klar auf der Beratung von Suchtkranken. Heute wird mehr auf Prävention gesetzt.

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