Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lauenburg Sportliche Debatte um Zukunft der Vereine
Lokales Lauenburg Sportliche Debatte um Zukunft der Vereine
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:15 24.11.2016

. Den Ball der Verantwortung warfen sie sich am Mittwochabend zwar im Lauenburger Sport- und Freizeitzentrum „Mosaik“ zu, trieben dort aber eigentlich keinen Sport: Vertreter des Kreissportverbandes, der Kreisvolkshochschule und Politiker diskutierten über die Zukunft des Vereinssports.

„Der Schuh drückt überall“, pfeift Peter Stimper, der erste Vorsitzende des TSV Schwarzenbek, den Abend an. Der Verein habe zwar gerade ansehnliche 2800 Mitglieder, aber zu wenige hauptamtlich Angestellte, die ständig mit verwalten könnten. Die Lösung: Hilfe von der Stadt. Die Antwort: Versucht es doch mal mit Sponsoring.

Weiter geht das Spiel mit Klaus Köpke, dem Vorsitzenden des Lehrausschusses des Kreissportverbandes. „Wir bilden Trainer aus, die uns abwandern und nachher bei den Volkshochschulen arbeiten, weil die mehr zahlen“, sagt er und wirft den Ball in den Schoß von Brigitta Freifrau von Richthofen, Vorsitzende der Kreisvolkshochschulen. „Die Vereine und die Volkshochschulen haben eine unterschiedliche Struktur. Wir bilden nun mal nicht aus“, kontert sie und lenkt den Zuhörer während der Diskussion auf die Vereinbarung, die auf Landesebene getroffen wurde.

Dem Ausweichmanöver tritt Anja Reimann von der Möllner SV entgegen: „Die Vereinbarung ist pflaumenweich. Ich zitiere: gleiche Angebote, wenn der Bedarf es erfordert. Die VHS nutzt diese Formulierung aus.“ Die Frage des Abends, ob denn der Vereinssport durch die VHS in einen Wettbewerb gedrängt oder doch sinnvoll ergänzt wird, beantwortet die Vereinsmannschaft mit dem Zeigefinger auf die VHS.

Der Lauenburger Bürgermeister Andreas Thiede, in ihrer Mitte auf dem Podium sitzend, nennt den Wettbewerb diplomatisch „Reibereien“ und sagt, „die Vereine müssen sich auf die neue Situation einstellen.“ Er jedenfalls stelle ihnen die Turnhallen seiner Stadt kostenlos bereit. „Wir müssen uns damit arrangieren, dass unsere Gesellschaft im Wandel ist. Vereine können sich durch Familienangebote attraktiver machen“, sagt Gitta Neemann-Güntner, Vorsitzende des Sozial-, Bildungs- und Kulturausschusses des Kreistags. Moderator und LN-Redakteur Holger Marohn bilanziert den Abend: „Es gibt also noch Gesprächsbedarf.“

Stefanie Ender

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Was kann man zu dieser Jahreszeit außer Weihnachten und schlechtes Wetter eigentlich noch so alles feiern? Die angehenden Abiturienten sind so langsam aber sicher mit dem Vorabi durch!

24.11.2016

Mannschaftssportarten bietet die Kreisvolkshochschule in ihrem aktuellen Programm nicht an.

24.11.2016

Im Frühjahr hatte bekanntgewordener Baupfusch beim Bau des Atomkraftwerkes Krümmel für Irritationen gesorgt. Inzwischen ist das Dach der „heißen Werkstatt“ saniert. Doch Vattenfall wird den Bauschutt nicht los.

24.11.2016
Anzeige