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Lauenburg Spülkur für Schwarzenbeks Leitungen
Lokales Lauenburg Spülkur für Schwarzenbeks Leitungen
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20:21 23.08.2016
In der Filterhalle wird ständig die Qualität des gefilterten Rohwassers überprüft. Quelle: Fotos: Holger Marohn

Etwa ein Viertel der Schwarzenbeker muss noch bis Donnerstag zeitweise aufs Duschen verzichten. Die Stadtwerke lassen die Rohrleitungen spülen. „Im Laufe der Jahre lagern sich in den Leitungen Mangan und Eisen ab. Diese Rückstände müssen regelmäßig entfernt werden“, sagt Wasserwerkleiter Matthias Johannsen. Da das Schwarzenbeker Wassernetz mehr als zwölf Kilometer lang sei, könne das allerdings nicht in einem Rutsch gemacht werden, sondern nur bereichsweise. So sei in diesem Jahr der Innenstadtbereich bis hin zur Rülau dran.

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Turnusmäßige Reinigung mit Luft-Wasser-Gemisch soll Rückstände von Eisen und Mangan entfernen – Teile des Stadtgebietes an drei Tagen zeitweise ohne Trinkwasser.

Wir reinigen nur mit Luft und Wasser.“Matthias Johannsen, Wasserwerkleiter

Die anderen würden in den kommenden Jahren folgen. „Letztlich haben wir dann einen Turnus, dass das gesamte Netz innerhalb von vier Jahren gespült ist“, sagt Johannsen. Für die Spülung werde jeweils ein kleiner Teil es Netzes mit Schiebern abgeriegelt und dann letztlich nur Luft unter Druck in die Leitungen gepresst. Durch die bei den hohen Geschwindigkeiten dieses Luft–Wasser-Gemisches entstehenden Verwirbelungen würden dann die abgesetzten Stoffe gelöst und ausgespült.

„Das einzige, was davon zu sehen ist, sind die Kompressoren, die die Luft in das Leitungsnetz drücken“, sagt Johannsen. Allerdings könne es auch noch nach Abschluss der Spülungen zu Trübungen und Druckschwankungen kommen. Diese Trübungen des Wassers seien jedoch gesundheitlich unbedenklich, heißt es vom Wasserwerk. Außerdem seien alle betroffenen Haushalte in den vergangenen Tagen informiert worden.

Grundsätzlich seien Eisen und Mangan ganz natürlich im Grundwasser vorkommende Stoffe. In dem aus den vier zwischen 102 und 147 Meter tiefen Brunnen geförderten Schwarzenbeker Rohwasser sind derzeit bis zu 0,2 Milligramm Mangan und zwei Milligramm Eisen pro Liter. „In der Aufbereitung in unserem Wasserwerk reduzieren wir diesen in unseren großen Filtern auf 0,003 Milligramm Eisen und 0,004 Milligramm Mangan je Liter“, sagt Johannsen. Und genau diese Kleinstreste seien es dann, die sich in den bis zu 300 Millimeter großen Rohren mit den Jahren ablagerten.

Doch längst nicht nur Eisen und Mangan kommen bei den Spülungen manchmal zum Vorschein. „Manchmal finden wir auch Plastikteile wie Deckel oder Holzstücke“, sagt Johannsen. Die seien dann bei Rohrbrüchen, Bauarbeiten oder Hausanschlussarbeiten ins Netz versehentlich gelangt. Die kuriosen Fundstücke hat Johannsen in einer Vitrine im Wasserwerk ausgestellt. „Bei Führungen wie am Tag der offenen Tür staunen die Besucher dann oft nicht schlecht“, sagt der Werksleiter. Ansonsten seien die beiden großen Wasserspeicher allerdings gegen jeglichen Zugriff von außen bestens gesichert.

Immerhin lagern dort bis zu 2000 Kubikmeter reinstes Trinkwasser.

Abschluss der Spülungen ist im Laufe des morgigen Donnerstag.

Holger Marohn

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