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Lauenburg Staatsanwaltschaft ermittelt gegen von Allwörden
Lokales Lauenburg Staatsanwaltschaft ermittelt gegen von Allwörden
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21:14 11.12.2015

Bei einer regulären Steuerprüfung sei den Behörden aufgefallen, dass das Unternehmen zu wenig Produkte mit 19 Prozent versteuert habe, sagt Geschäftsführer Ralf von Allwörden gestern am Telefon gegenüber den LN.

Die Staatsanwaltschaft möchte sich zu den Ermittlungen nicht äußern. „Es gibt Vorgänge, über die wir keine Auskünfte geben können“, sagt Oberstaatsanwalt Ralf Peter Anders. Selbst dafür die Gründe zu nennen, könne Schlüsse zulassen. Die Polizeidirektion Ratzeburg bestätigt den Großeinsatz, bei dem auch zwei weitere Firmen in Mölln durchsucht worden sind.

Die Großbäckerei von Allwörden ist mit Filialen in ganz Norddeutschland vertreten. Am Dienstag vergangener Woche hatten die Fahnder überraschend die Möllner Firmenzentrale durchsucht. „Wir sind der Meinung, dass wir alles richtig gemacht haben“, sagt Geschäftsführer von Allwörden. In Absprache mit dem Finanzamt habe das Unternehmen die Umsatzsteuer, die je nach dem, ob es sich um einen Außerhaus- oder Ladenverkauf handelt, sieben oder 19 Prozent betragen kann, pauschaliert bezahlt, berichtet von Allwörden. Das sei bis zuletzt nie ein Problem gewesen.

Die genaue Summe, die das Unternehmen dem Finanzamt nun schuldig sein soll, möchte von Allwörden nicht nennen. Die Bild-Zeitung berichtete von fünf Millionen Euro. Das weist Ralf von Allwörden zurück. „Auf jeden Fall unter zwei Millionen Euro“, sagt er: „In einem Zeitraum von fünf Jahren.“

Laut Geschäftsführer hat das Unternehmen nun einen Rechtsanwalt eingeschaltet. Er hoffe auf eine Einigung, man könne sich zum Beispiel in der Mitte treffen, so von Allwörden. Das werde möglicherweise aber noch Jahre dauern.

phs

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