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Lauenburg Stadtwerke Geesthacht bald an einem Standort vereint
Lokales Lauenburg Stadtwerke Geesthacht bald an einem Standort vereint
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14:07 16.12.2015
Birgit Wirtz schiebt einen Rollwagen mit Akten in die neuen Büros an der Mercatorstraße. Quelle: Timo Jann

Aus drei mach eins: Die Stadtwerke Geesthacht haben jetzt ihren Umzugsmarathon gestartet: Die bisher drei Standorte an der Elbuferstraße (Technik), am Richtweg (Lager) und an der Schillerstraße (Verwaltung) ziehen bis zum 18. Januar in mehreren Etappen an einen gemeinsamen Standort an der Mercatorstraße. Die Elbuferstraße machte am Wochenende den Anfang. An der Schillerstraße bleibt auch nach dem Umzug vorerst das Kundenzentrum, die Wasserwerke an der Elbuferstraße und am Richtweg werden weiterhin betrieben.

„Das hat hier schon einen richtigen Wau-Effekt“, freut sich Christine Kasch über ihr neues Büro. Das Gebäude der Akku-Fabrik (siehe Infokasten) ist vollgestopft mit modernster Technik. Fünf Lastwagen-Ladungen wurden am Freitag von der Elbuferstraße zur Mercatorstraße gebracht. Nachdem die Möbel grob aufgestellt waren, ging es ans Einräumen. Sonnabend rückten dann die EDV-Techniker an, um alles Geräte anzuschließen. „Ehe alles an seinem Platz ist, wird es wohl noch etwas dauern, aber es ist auf jeden Fall schön“, sagt Christine Kasch.

Und es soll noch schöner werden, wie Viktor Geng, der Leiter der Projektgruppe für den Umzug, verrät: „Im Foyer werden wir zwei jeweils 21 Quadratmeter große Elemente mit echtem Moos anbringen. Das sieht gut aus und schluckt Schall“, sagt er. Moosgrün ist außerdem die Farbe vieler Einbauten wie Fenster und Türen. „Eine Sonderfarbe, die bei Nachbestellungen lange Lieferzeiten bedeutete“, so Geng.

Umgebaut wurde für die Bedürfnisse der Stadtwerke auch. So wurden etwa im zweiten Obergeschoss ein Veranstaltungsraum für bis zu 160 Menschen und ein Aufenthaltsraum sowie zusätzliche Büros geschaffen. „Die erste Etappe des Umzugs hat super funktioniert. Alles war perfekt vorbereitet und alle Kollegen waren engagiert dabei“, zog Stadtwerke-Geschäftsführer Markus Prang eine erste Bilanz.

In die nun freien Räume an der Elbuferstraße sollen im Februar 40 Flüchtlinge einziehen. Prang: „Dafür sind vorher noch einige kleinere Umbauten erforderlich. Danach werden wir das Objekt dann an die Stadt vermieten.“

Neustart für Akku-Fabrik
Wohl im Januar soll die Akku-Produktion „Made in Geesthacht“ wieder starten. Die Firma SSL Energie will dann als Mieter in der Halle der Stadtwerke die seit Monaten brachliegende Anlage zur Herstellung moderner Lithium-Akkus wieder in Betrieb nehmen. „Zurzeit laufen bereits die Vorbereitungen“, berichtet Stadtwerke-Chef Markus Prang.



Die Firma ECC Repenning hatte das Gebäude ursprünglich als Akku-Fabrik errichtet und wollte 400 Arbeitsplätze schaffen. Es wurden nicht einmal zehn Prozent davon, die Produktion lief nie richtig im großen Stil. Die Unternehmer Detlev Repenning, der technische Kopf, und Geldgeber Ludwig Schletter hatten ihr Joint-Venture schließlich beendet. tja

Timo Jann

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