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Lauenburg Starkregen flutet Teile Lauenburgs
Lokales Lauenburg Starkregen flutet Teile Lauenburgs
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21:50 24.05.2016

Land unter in Lauenburg einmal anders: Nicht die Elbe, sondern Starkregen einer kurzen Unwetterfront bescherte der Feuerwehr am Montagabend jede Menge Arbeit. Besonders betroffen waren die Baustelle und deren Anlieger am Großen Sandberg. Dort konnte eine provisorische Regen- und Schmutzwasserleitung zur Entwässerung weiter Teile der Oberstadt die Wassermassen nicht fassen. Sie platzte und flutete zahlreiche Häuser. Stellenweise stand das Wasser einen halben Meter hoch.

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Veraltetes Kanalsystem bereitet der Stadt immer wieder Probleme.

„Beim Hochwasser sind wir bisher immer gut davon gekommen, da sind wir quasi auf einer kleinen erhöhten Insel. Und dann passiert sowas“, ärgert sich Nadine Kaast, die mit ihrer Familie ganz unten am Großen Sandberg ein Einfamilienhaus bewohnt – dort, wo sich das Wasser sammelte. Die sandige Brühe inklusive Kippen, Schnecken, Blättern und anderen unappetitlichen Dingen stand im Wohnzimmer und in der Küche gut 20 Zentimeter hoch. „Wir hatten gerade renoviert und neue Möbel“, erklärt die Lauenburgerin. „Es ging alles rasend schnell. Als wir die Wassermassen kommen sahen, haben wir nur noch die wichtigsten Papiere und Unterlagen ins Obergeschoss retten können“, sagt sie. Der Regen hatte Lauenburg am Abend in zwei Fronten erreicht. Die erste reichte schon aus, um den Bypass – ein 50 Zentimeter starkes Kunststoffrohr – aus den Fugen geraten zu lassen. Im Bereich der Baustelle am Großen Sandberg wird die Kanalisation erneuert, anstelle des Mischsystems für Schmutz- und Regenwasser wird ein Trennsystem eingeführt. „Solange wir das nicht fertig haben, und unser Konzept geht davon aus, dass wir es erst 2024 flächendeckend in der Stadt haben, ist so ein gigantischer Regen immer ein Problem“, berichtet Joachim Schöttler von den Versorgungsbetrieben Elbe.

Die Feuerwehr war anschließend beim Rohrbruch im Großeinsatz. „Ein Bagger drohte in die ausgespülte Baugrube zu stürzen, eine Gasleitung war freigelegt und hing in der Luft. das war schon eine heikle Lage, zumal wir ja auch noch viele Betroffene mit Wasserschäden hatten“, berichtete Feuerwehrchef Lars Heuer. Auch an anderen Stellen im Stadtgebiet, wie an der Stettiner Straße, der Berliner Straße, am Askanierring, der Königsberger Straße und der Bahnhofstraße gab es weitere Unwettereinsätze. Erst gegen 22 Uhr war alles abgearbeitet. Die betroffenen hoffen jetzt darauf, dass Versicherungen die Schäden übernehmen. Meistens hilft nur eine Elementarschadenversicherung, weiß Schöttler.

Timo Jann

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