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Lauenburg Stiller Abschied: Botho Grabbe ist gegangen
Lokales Lauenburg Stiller Abschied: Botho Grabbe ist gegangen
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20:52 22.06.2017

Er war Bürgervorsteher, Schiedsmann, leidenschaftlicher Briefmarkensammler und Ehrenvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt. Er war still, wurde aber dennoch gehört und von vielen geschätzt: Botho Grabbe aus Schwarzenbek ist am 7. Juni im Alter von fast 94 Jahren gestorben. Die Trauerfeier hat bereits im engsten Familienkreis stattgefunden. Großen Rummel um seine Person mochte er nie.

„Du hast einen reichen Schatz an Erfahrungen. Deine Hartnäckigkeit und Schlitzohrigkeit werden wir vermissen“, sagte Rudolf Neumann, der das Amt als Awo-Vorsitzender übernommen hatte, bei einem Empfang der Arbeiterwohlfahrt 2015. Da war Grabbe zum Ehrenvorsitzenden des Ortsvereins ernannt worden. Er war 1974 in die Awo eingetreten, hatte erst 2014 den Vorsitz abgegeben – nach 27 Jahren. Vor allem durch seine Reiseangebote habe Grabbe die Mitgliederzahl von einst 50 auf 130 erhöhen können. Das Reisen war stets eine Leidenschaft des Ehrenvorsitzenden. Dennoch war die Zahl seiner ehrenamtlichen Ämter groß. Grabbe war acht Jahre Schiedsmann, seit 1975 Stadtverordneter der SPD, acht Jahre Bürgervorsteher. 1960 hatte er den Schwarzenbeker Briefmarkenverein gegründet, 1962 wurde er Mitglied der IG Metall. Aber am meisten Herzblut floss in sein Engagement für die Arbeiterwohlfahrt. Im Jahr 2000 konnten Räume an der Kolberger Straße für eine Begegnungsstätte gemietet werden.

Der Zustand war marode, und so warb Grabbe um Zuschüsse von rund 100000 Euro für den Um- und Ausbau. Darauf war auch der damalige Bürgervorsteher Konrad Freiberg in einem Grußwort zum Empfang eingegangen. „Für viele Menschen ist die Begegnungsstätte der einzige Ort für Kontakte. Dafür gebührt Dir großer Dank.“

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