Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lauenburg Streit um „Linksrock für’n Euro“ in Büchen – Junge Union schlägt Alarm
Lokales Lauenburg Streit um „Linksrock für’n Euro“ in Büchen – Junge Union schlägt Alarm
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:20 10.06.2016

Offiziell wurde die Nutzung des Jugendzentrums an der Parkstraße für das Konzert im Januar von der SPD-Nachwuchsorganisation Jusos Büchen im gemeindlichen Ausschuss für Jugend, Kultur, Sport und Soziales (Jukospo)beantragt. Sogar einen Zuschuss von 100 Euro aus Steuergeldern gewährten die Kommunalpolitiker.

Doch nun kommt heraus, dass es die Jusos Büchen offenbar gar nicht mehr gibt. „Eine Ortsgruppe Jusos Büchen besteht seit einigen Jahren nicht mehr“, stellt der Juso-Kreisverband in einer Stellungnahme klar. Zudem sei ein Lukas Laghof, der öffentlich im Namen der Jusos Büchen für die Veranstaltung geworben habe, nicht als Mitglied der Jusos im Kreis gemeldet.

„Die Jusos Herzogtum Lauenburg verwahren sich dagegen, mit der Veranstaltung ’Linksrock für’n Euro’ in Verbindung gebracht zu werden. Weder unterstützen sie diese, noch ist irgendjemand der Verantwortlichen des Konzertabends an den Juso-Kreisvorstand herangetreten“, heißt es in der Stellungnahme des Juso-Kreisvorsitzenden Calvin Fromm.

Im Internet gibt es zwar noch eine Seite der Jusos Büchen. Diese ist allerdings völlig veraltet, ohne Impressum. Einzig ein aktueller Beitrag kündigt das Linksrock-Konzert an.

Neben den Jusos werden auch die Junglinken und die Jungen Grünen mit der Linksrock-Veranstaltung in Verbindung gebracht. Unter Freunden wird auch die Antifa geführt. Ein Foto vom letztjährigen Konzert, bei dem ein DJ-Pult in eine Antifa-Flagge gehüllt ist, erweckt den Eindruck, die Antifa sei weit mehr. Das hat die Junge Union auf den Plan gerufen.

Im Jukospo-Ausschuss wies die Junge Union darauf hin, dass die Antifa offen zum Bau und Einsatz von Molotows-Cocktails und anderen Straftaten aufrufe: Die Antifa animiere auf ihrer Homepage, Molotowcocktails zu verwenden. Zudem verlinke sie auf ihrer Website eine Homepage, die Straftaten lobt und zu solchen aufruft. Der Amtsverbandsvorsitzende der Jungen Union Büchen, Florian Slopianka, in einer Pressemitteilung: „Das ist gewaltverherrlichend. Wer Extremismus mit Extremismus bekämpft, ist keinen Deut besser als der Angegriffene.“ Aus Sicht der JU sei so etwas mit einer Veranstaltung auf dem Gelände einer gemeindlichen Einrichtung nicht zu vereinbaren. Auch das Ordnungsamt der Gemeinde Büchen ist inzwischen auf den Vorgang aufmerksam geworden. Ob die Genehmigung aufgrund der falschen Angaben möglicherweise entzogen müsse, werde geprüft.

 hm

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige