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Lauenburg Streiterei an der Tanke: Geesthachts NPD-Chef verprügelt
Lokales Lauenburg Streiterei an der Tanke: Geesthachts NPD-Chef verprügelt
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15:00 08.01.2013
Kay Oelke (52) während einer Kreistagssitzung in Ratzeburg. Der Geesthachter vertritt dort die NPD.

Jetzt ermittelt die Polizei wegen gefährlicher Körperverletzung. „Wir sind guter Dinge, die Täter ermitteln zu können, es gibt deutliche Hinweise“, erklärte Geesthachts Polizeichef Thomas Specht.

Vermutlich handelt es sich bei den guten Hinweisen um die Bilder der Überwachungssysteme der Tankstelle – die liegen der Polizei nach LN-Informationen bereits vor. Darauf müssten der Fluchtwagen, ein Mercedes, und die Angreifer klar zu erkennen sein.

Nach Angaben der Polizei wollten Oelke, der unweit der Tankstelle zuhause ist, und sein Bekannter aus Seevetal am Freitag um 3.55 Uhr am Nachtschalter der Tankstelle einkaufen und etwas zu Essen bestellen. Dabei kam es dann zu einem Streit mit zwei anderen Männern.

„Die wollten sich vordrängeln, der 52-Jährige bekam dann unvermittelt eine Kopfnuss verpasst“, berichtete Specht. Oelke ging zu Boden, rappelte sich auf und flüchtete zunächst. Derweil gingen die Angreifer auf den 40-Jährigen los.

Der verlor durch Schläge und Tritte der Männer unter anderem einen Zahn. Als Oelke zurück kam und die Polizei rufen wollten, nahmen die Angreifer ihm das Handy weg.

Eine Mitarbeiterin der Tankstelle rief jedoch von sich aus sofort die Polizei und meldete die Schlägerei vor ihrem Nachtschalter. „Es war völlig grundlos“, schilderte Björn Gransow, der Leiter der Aral-Station, die Situation. Gransow: „Die beiden ersten Männer suchten sich im Shop durch die Scheibe Sachen aus, als die anderen Männer kamen und sich vordrängelten. Als die beiden ersten Kunden auf sich aufmerksam machten und meinten, sie würden gerade dran sein, ist der eine Mann gleich voll ausgetickt und ist auf die Kunden losgegangen.“

Weil Geesthachts Polizei zur Zeit des Angriffs noch bei einem Unfall auf der Bundesstraße 207 im Einsatz war, rücken Polizisten aus Schwarzenbek und Reinbek an. Auch Kollegen aus Lauenburg und sogar von der Autobahnpolizei in Talkau kamen zur Verstärkung dazu.

Schnell führten die Ermittlungen zu ersten Hinweisen auf die Tatverdächtigen. Einer soll wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstandes gegen Polizisten und weiterer Straftaten bekannt sein. Die Beamten suchten die Wohnung eines Verdächtigen mit Migrationshintergrund in der Oberstadt auf, konnten den Mann aber nicht erreichen, obwohl der Mercedes vor der Tür geparkt war. Jetzt läuft der normale Polizeiapparat weiter, um den Fall zu klären.

Oelke, der von Beruf Maurer ist und für die NPD seit der Kommunalwahl 2008 im Kreistag sitzt, war am Freitag für eine Stellungnahme zu dem brutalen Angriff nicht zu erreichen.

LN

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