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Lauenburg „Stunde der Wintervögel“: Inventur im heimischen Garten
Lokales Lauenburg „Stunde der Wintervögel“: Inventur im heimischen Garten
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19:15 07.01.2016
Amseln werden an diesem Wochenende vielerorts gezählt.

Bundesweit zählen an diesem Wochenende Menschen Vögel. Der Naturschutzbund (Nabu) ruft zur großen Vogelzählaktion „Stunde der Wintervögel“

auf. Auch im Lauenburgischen sind wieder alle Naturfreunde gefragt, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden. Denn dort tummeln sich Vögel im Winter.

„Besondere Vorkenntnisse braucht man nicht“, sagt Heinz-Achim Borck, Vorsitzender des Nabu in Mölln. Im Mittelpunkt der „Stunde der Wintervögel“ stehen vertraute und weit verbreitete Vogelarten wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen. Neben diesen „Standvögeln“, die das ganze Jahr über bei uns bleiben, sind aber auch zusätzliche Wintergäste wie Erlenzeisig und Seidenschwanz zu beobachten, die im Winter aus dem Norden und Osten nach Mitteleuropa ziehen. Von einem ruhigen Plätzchen mit gutem Überblick aus notiert sich der Vogelzähler von jeder Vogelart, die er kennt, die höchste Anzahl, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu entdecken ist. Das verhindere, dass er einen Vogel doppelt zähle, sagt Borck.

Zum sechsten Mal findet die „Stunde der Wintervögel“ in diesem Jahr statt. 2015 beteiligten sich bundesweit mehr als 77000 Naturfreunde und zählten mehr als zwei Millionen Vögel. Das wichtigste Ziel von Deutschlands größter bürgerwissenschaftlicher Mitmachaktion ist die Erfassung der Bestandsentwicklung von Vögeln im Siedlungsbereich. „Die Daten zeigen auch Trends an“, sagt Borck.

Bei der Zählaktion sind auch Gärten wichtig, in denen nur wenige Vögel zu sehen sind. „Rückgänge von Arten können wir nur mitbekommen, wenn wir auch die kleinen Zahlen erhalten. Gerade ein schleichender Rückgang würde sonst kaum auffallen“, sagt Janina Philipp, Vogelschutzexpertin beim Nabu Schleswig-Holstein. Der Nabu vergleicht zudem Vogelbeobachtungen zwischen Gärten mit und ohne Winterfütterung. Wichtig ist es daher, auch dort zu zählen, wo kein Futterhäuschen in Sichtweite ist. Heinz-Achim Borck empfehlt zudem ein Fernglas. Das Zählen geht noch besser zu zweit — dann kann jemand notieren, ohne das der Zähler die Vögel aus den Augen lassen muss.

Die Beobachtungen können bis Montag, 18. Januar, unter www.nabu-sh.de gemeldet werden. Zudem ist morgen und Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800/1157115 für Vogelmeldungen freigeschaltet. Unter allen Einsendungen werden Preise verlost.

Wer sich sich bei der Vogelbestimmung nicht ganz sicher ist, kann sich auf der Aktions-Webseite die Portraits der 35 wichtigsten Wintervögel zu Rate ziehen.

Vögelzählen für Schüler
Für Schulklassen gibt es vom Montag, 11. bis Freitag 15. Januar eine Aktionswoche, die „Schulstunde der Wintervögel“. Darin hat die Naturschutzjugend täglich bunte Aktionen zusammengestellt, die ihnen die Vogelwelt näher bringen sollen. Außerdem können die Klassen auf dem Schulhof die Vögel zählen und sollen motiviert werden, dort mehr Lebensraum zuzulassen.
• Weitere Infos zur Schulaktion
unter www.naju.de.

Philip Schülermann

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