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Lauenburg Sturm zog eine Schneise der Verwüstung durch den Kreis
Lokales Lauenburg Sturm zog eine Schneise der Verwüstung durch den Kreis
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22:24 28.10.2013
Die Hälfte einer etwa 150 Zentimeter dicken Eiche war in Bliestorf abgebrochen und lag quer über der Hauptstraße. Dies war der dickste von mehreren Bäumen, die hier von der Feuerwehr weggeräumt werden mussten.
Ratzeburg

Umgestürzte Bäume, Äste in Stromleitungen, Blechschäden und immer wieder blockierte Straßen: Polizei, Rettungsdienste und vor allen Dingen die Feuerwehrleute im Kreis waren vom Nachmittag an gestern im Dauereinsatz. Menschen wurden nach LN-Informationen bis zum Redaktionsschluss durch den Sturm nicht ernsthaft verletzt, aber der Sachschaden geht in die Hunderttausende.

Auf der Landesstraße 200 zwischen Sirksfelde und Wentorf AS knickte eine große Tanne von einem Wall seitlich der Fahrbahn und krachte in die Frontscheibe eines gerade vorbei fahrenden Linienbusses der Firma Dahmetal aus Kastorf. Fahrer und einige wenige erwachsene Fahrgäste blieben unverletzt. Nachdem die Feuerwehr den Baum beseitigt hatte, konnte der Bus hinter einem Werkstattwagen des Busunternehmens langsam zurück zum Depot nach Kastorf fahren.

In Bliestorf wurden der Feuerwehr gleich mehrere Bäume gemeldet, die allerdings in unterschiedlichen Straßen über die Straße liegen sollten. Gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Bliestorf rückte auch die Wehr aus Kastorf mit aus. Die Kastorfer mussten allerdings den dicksten Brocken bewältigen. Eine Hälfte einer etwa 150 Zentimeter dicken Eiche war abgebrochen und lag nun quer über die Hauptstraße. Um den großen Baum zu beseitigen, mussten die Männer eine größere Säge an die Einsatzstelle ordern. Ob der noch stehende Rest der Eiche auch noch gefällt werden sollte, wollten die Wehren zunächst untereinander absprechen.

Im Redder in Göldenitz krachte ein Baum auf ein BMW Cabrio eines 51-jährigen Kühseners. Der Mann hatte kürzlich dort ein Haus gekauft und ist beim Renovieren. Weil die Einfahrt aber von Firmenfahrzeugen zugestellt war, parkte er in dem nahen Feldweg. Dann kam der Sturm und knickte einen Baum, der genau auf dem Dach des Cabrios landete. In Lüchow musste die Feuerwehr einen Trecker zur Hilfe holen, um einen großen Baum zunächst an die Seite zu ziehen, um ihn anschließend zersägen zu können. Der Duvenseer Wall blieb während der Arbeiten zwischen Sirksfelde und Lüchow komplett für den Verkehr gesperrt.

Unter anderem in Breitenfelde und Nusse gab es Stromausfälle von etwa einer halben Stunde. Ursache waren möglicherweise Äste, die sich in Überlandleitungen verfangen hatten und Kurzschluss ausgelöst hatten. Im Fall von heruntergerissenen Stromleitungen bittet die Schleswig-Holstein Netz AG die Bevölkerung auf jeden Fall, einen größeren Sicherheitsabstand einzuhalten.

Jens Burmester

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