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Lauenburg Suche nach Standort für zweite Feuerwache
Lokales Lauenburg Suche nach Standort für zweite Feuerwache
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10:21 22.02.2018
Geesthacht

Neue Gewerbegebiete, Neubauflächen, die Umgehungsstraße – all das wäre von der Nebenwache aus für die Retter in Rekordzeit zu erreichen. Feuerwehrchef Sven Albrecht hofft, dass eine neu eingerichtete Arbeitsgruppe zu dem Thema bis zum Sommer Ergebnisse liefern wird. Fallen diese zugunsten eines weiteren Standortes aus, könnten bereits für den Haushalt 2019 die erforderlichen Finanzmittel eingeplant werden.

Albrecht sieht auch Bürgermeister Olaf Schulze in der Pflicht, der als Dienstherr der Feuerwehr die Gesamtverantwortung für den Brandschutz und damit die Menschen in der Stadt trägt. Doch der hält sich zurück. „Die Arbeitsgruppe wird sicher vernünftige Argumente liefern, und solchen Argumenten steht auch die Politik grundsätzlich offen gegenüber“, erklärte er auf Nachfrage.

Die Diskussion um eine zweite Feuerwache ist vor einigen Jahren aufgekeimt, als immer deutlicher wurde, dass die Feuerwehr von der Wache in der Innenstadt aus Probleme hat, die immer stärker bebauten Randgebiete innerhalb der gesetzlichen Hilfsfrist – zehn Minuten nach Notrufeingang muss eine Löschgruppe erste Maßnahmen ergreifen – zu erreichen. Eine hauptamtliche Wachabteilung könnte schneller als die Freiwilligen ausrücken, doch die Kosten für die Mannschaft wären deutlich höher als die zum Bau einer zweiten Wache.

Von der Wache an der Mercatorstraße aus könnten die Ehrenamtlichen im Alarmfall ausrücken, die dort im Umfeld wohnen oder arbeiten. Zur Ergänzung würden dann immer auch die Feuerwehrleute von der Hauptwache aus mit ausrücken, jedoch ist durch die kürzere Anfahrt von der Mercatorstraße aus in deren primärem Gebiet im Notfall schneller als bisher Hilfe vor Ort. Das gilt auch für die Wohngebiete in Besenhorst, die B 404 oder die A 25. Zudem würden auch an anderen Stellen im Stadtgebiet deutlich schneller viel mehr Retter als bisher Hilfe leisten können. In Frage käme ein Grundstück an der Mercatorstraße 8, das unverkäuflich zu sein scheint. Das 7057 Quadratmeter große Grundstück böte ausreichend Platz.

Viele Einsätze im Jahr – Ehrungen und Beförderungen

337 Mal mussten die Frauen und Männer von Geesthachts Feuerwehr im Jahr 2017 ausrücken, um Brände zu löschen oder Hilfe zu leisten. 46 Menschen und fünf Tiere konnten aus Notlagen gerettet werden.

Bei den turnusmäßigen Wahlen wurde Zugführer Ingo Schwarz in seinem Amt bestätigt, Sascha Tönnies wurde neuer zweiter Zugführer. Dennis Bruhn bleibt Schriftführer.

Auch Ehrungen und Beförderungen standen während der Versammlung auf dem Programm. Feuerwehrleute wurden Rozerin Kocaman, Fynn Nickel, Nils Marowski, Bjarne Bösling und Adem Caran, Oberfeuerwehrmänner Arne Valesko Beyer und Jonas Willenbücher, Hauptfeuerwehrleute Timo Teufel, Peer-Niclas Unger, Marius Rehberg und Nele Bohnhoff, Löschmeister Christopher Behncke und Hauptlöschmeister Jörg Braune. Geehrt wurden Lorenz Kasch, Kathrin Miekley, Anja Obermüller (20 Jahre), Sascha Schützek (25), Marcus Köster, Peter Kunze, Stephan Schultz (30), Olaf Wieck (40) und Rüdiger Krepel (50). tja

 Timo Jann

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