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Lauenburg TIER DER WOCHE
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18:10 28.07.2018
Mölln

Im Formationsflug sausen die Mauersegler mit durchdringendem „srieh, srieh“ um die Gebäude der Möllner Altstadt – eine besondere Herausforderung für den Fotografen, der während des Auslösens trotz der kurzen Belichtungszeit von einer dreitausendstel Sekunde mit der Bewegung der Vögel mitziehen muss. 100 Stundenkilometer sind normal, bei den rasanten Flugspielen in der Gruppe können locker auch mal 200 Stundenkilometer erreicht werden. Sobald die Jungen Ende Juli oder Anfang August reisetüchtig sind, verlassen die Mauersegler uns in Richtung Afrika.

Der Mauersegler hatte seine Brutplätze ursprünglich nur in der Felsenregion der Gebirge, was zum Beispiel noch heute im Elbsandsteingebirge der Fall ist. Aber schon im Mittelalter ist er zum Gebäudebrüter geworden, vielleicht zuerst in Burgen, die in den Fels gebaut waren, bevor er in die Städte einzog. Die weitaus meisten Mauersegler des Kreises Herzogtum Lauenburg brüten in den fünf Städten, vor allem in der Altstadt von Ratzeburg, dort mit rund 100 Paaren, von Mölln und Lauenburg, aber auch in Geesthacht und Schwarzenbek. Sie gelangen durch schmale Öffnungen unter die Dachpfannen oder den Holzunterschlag. Durch Dachsanierung ist der Mauersegler vielfach ausgesperrt worden, aber Hausbesitzer sind verpflichtet, vorhandene Brutplätze zu erhalten oder zu ersetzen.

Traufbretter oder Dachkästen können mit Langlöchern von etwa 33 mal 60 Millimeter versehen werden, durch die nur Mauersegler schlüpfen können, oder man bringt fertige Brutkästen an. TEXT: KARSTEN GÄRTNER / FOTO: WOLFGANG BUCHHORN

LN

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