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Lauenburg TIER DER WOCHE
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18:32 14.01.2017

Eigentlich müsste der Buntspecht in seinem Harlekin-Kostüm auffallen, aber oben in den Baumkronen entdeckt man ihn gar nicht so leicht. Dafür hört man ihn umso mehr, wenn er mit kräftigen Schnabelhieben Rinde und Holz bearbeitet: „Tock, tock“ klingt es wie Hammerschläge, wenn der Specht die Bohrgänge von Käferlarven freilegt.Etwas ganz anderes ist sein Trommeln. Es dient nie der Nahrungssuche oder dem Höhlenbau, sondern ersetzt den Gesang, ist ein Signal an die Artgenossen: „Brrrr!“ Es ist unmöglich, die einzelnen Schläge des Trommelwirbels zu zählen, aber die Technik macht’s möglich. Man kann eine Tonaufnahme langsamer abspielen oder eine Grafik erstellen, ein Sonagramm, und zählen: Etwa 15 Schläge in 0,6 Sekunden. Um den Effekt zu steigern, sucht der Buntspecht abgestorbene Aststümpfe mit optimaler Resonanz und stellt mit aller Kraft seine Fitness unter Beweis, dass es nur so dröhnt. Ein toller Hecht, äh, Specht – so soll das Signal beim Weibchen ankommen.

Außer Insektenlarven frisst der Buntspecht gern die Samen aus Fichtenzapfen. Schon der Transport ist eine Herausforderung. Die langen Zapfen wiegen 30 bis 40 Gramm, halb so viel wie der Specht selbst. Zielsicher schleppt er sie zu seiner Schmiede, einen Spalt im Baumstamm, den er vorher passend bearbeitet hat, und klemmt den Zapfen ein. Dann hackt er zwischen die Zapfenschuppen, um an die darunter eingeklemmten Samen zu kommen. Unter einer solchen Spechtschmiede wurden schon mehr als 1000 leergefressene Fichtenzapfen gefunden.

TEXT: K. GÄRTNER / FOTO: W. BUCHHORN

LN

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