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Lauenburg TIER DER WOCHE
Lokales Lauenburg TIER DER WOCHE
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18:15 02.09.2017

Die Zauneidechse wird in der Roten Liste bedrohter Tiere Schleswig-Holsteins als stark gefährdet geführt. Mit 20 Zentimetern Gesamtlänge ist sie deutlich größer als die viel häufigere Waldeidechse. Die Zauneidechse braucht sogenannte Magerbiotope, das heißt nährstoffarme Böden mit schütterer Vegetation, zum Beispiel trockene Waldränder, Bahndämme, Kiesgruben oder Heide. Trotz ihrer kräftigen Zeichnung fällt sie vor dem Heidekraut kaum auf und wird meistens erst bemerkt, wenn sie sich bewegt.

Bei schönem Wetter verlässt die Zauneidechse morgens ihr Versteck, um sich auf einem Stück Totholz zu sonnen, denn als wechselwarmes Tier kann sie ihre günstigste „Betriebstemperatur“ von gut 38 Grad nicht selbst erzeugen und halten. Wächst die offene Landschaft durch natürliche Bewaldung zu, kann die empfindliche Zauneidechse dort nicht mehr leben. Mit großem Aufwand wird die Heide am ehemaligen Grenzstreifen zur DDR zwischen Bröthen und Langenlehsten gepflegt. Damit wird nicht nur die Zauneidechse, sondern eine besondere Lebensgemeinschaft mit vielen Pflanzen und Tieren erhalten.

Im Kreis Herzogtum Lauenburg soll die Zauneidechse zum Beispiel noch am Hohen Elbufer bei Lauenburg, in einigen Trockengebieten zwischen Büchen und Gudow, am Elbe-Lübeck-Kanal, westlich des Ratzeburger Sees und an der Wakenitz vorkommen. Wenn an anderen Stellen Eidechsen gesichtet werden, ist es wohl in den meisten Fällen die unscheinbare Waldeidechse. Ein sicheres Unterscheidungsmerkmal sind die grünen Seiten der männlichen Zauneidechse.

TEXT: KARSTEN GÄRTNER / FOTO: WOLFGANG BUCHHORN

LN

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