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Lauenburg Tag gegen Rassismus und keiner merkt‘s?
Lokales Lauenburg Tag gegen Rassismus und keiner merkt‘s?
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18:16 09.04.2016
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Der 21. März ist in der Geschichte des Rassismus ein sehr wichtiges Datum: Ursprünglich ausgewählt als ein Gedenktag an ein Massaker in Südafrika von 1960 und an die Unterzeichnung der neuen demokratischen Verfassung Südafrikas 1996 wurde der 21. März zum internationalen Tag gegen Rassismus erklärt.

Aber wer weiß denn überhaupt davon? Ich selbst war sehr überrascht, als ich auf einer Nachrichtenseite las, dass an diesem Tag jedes Jahr der internationale Tag gegen Rassismus ist.

Es kann doch nicht sein, dass ich all die Jahre nichts davon mitbekommen habe. Es kann doch nicht sein, dass man immer mehr rassistische und fremdenfeindliche Übergriffe und Pöbeleien in allen Medien verfolgen kann, aber Gegenaktionen gegen alltäglichen Rassismus unbemerkt bleiben und von den Medien nicht besondere Beachtung erhalten.

Dabei ist der Kampf gegen Rassismus doch ein sehr wichtiger. Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich, dass viele Leute in der Welt noch Rassentrennung als richtig ansehen. Während meines Auslandsjahres in South Carolina in den USA wurde ich oft mit einer solchen Meinung konfrontiert. Doch auch in Deutschland kommt es laut einer Studie der Leipziger Universität mehr als häufig vor, dass Migranten in der Schule, bei der Arbeit und auch in Behörden diskriminiert werden. Genau aus diesem Grund wird aufgefordert, jedes Jahr am 21. März Aktionen zu besuchen oder zu organisieren, die zu Respekt und Toleranz gegenüber anderen Kulturen auffordern.

Ich hätte dies auch gerne getan, jedoch fand ich den Artikel darüber als alle Aktionen vorüber waren. Hätten soziale Netzwerke oder Zeitungen im Vorfeld besser informiert, hätten sich bestimmt mehr Leute engagiert und die Aufmerksamkeit wäre um einiges größer gewesen. Die wenigen Berichte darüber gingen in den anderen Nachrichten eher unter. Die einzige Aktion, die ich im Nachhinein wahrgenommen habe, fand in Lübeck statt: Schüler sangen gegen Fremdenfeindlichkeit. Dieses Event wurde allerdings von einer Schule organisiert und entstand nicht durch Informationen, die die Schüler aus den Medien bekommen haben. Und wenn ich schon beim Thema bin: In meiner Schule wurde leider nichts über diesen Tag berichtet, obwohl wir eine „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ sind. Und besonders solche Schulen sind dazu aufgefordert, sich in diesem Themenbereich zu engagieren.

Also: Ob jugendlich oder erwachsen, jeder sollte mit offenen Augen durchs Leben gehen und sich mehr engagieren. Ich hoffe, dass ich Sie, liebe Leser, auf dieses Thema aufmerksam machen konnte, damit Sie eventuell nächstes Jahr sogar an diesem Tag teilhaben können.

LN

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