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Lauenburg Verkehrsaufsicht beriet zu Tempolimits
Lokales Lauenburg Verkehrsaufsicht beriet zu Tempolimits
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15:03 30.11.2018
Lärmschutz für den Vorkamp in Mölln: Seit einiger Zeit gilt nun sogar tagsüber ein Tempolimit. Quelle: LN-Archiv
Mölln

Das Thema Verkehrsberuhigung beschäftigte die Möllner Politiker jetzt erneut in der Sitzung des Bauausschusses. Auf der Tagesordnung stand die Befragung von Tanja Stamer vom Fachdienst Straßenverkehr des Kreises zu den kürzlich eingerichteten Tempolimits an den Ortsausgängen und im Stadtgebiet. Dabei stellten die Politiker auch Fragen zur Machbarkeit ihrer eigenen Konzepte zur Verkehrsberuhigung.

Tempo 30 in den Abendstunden

„Seit dem in Mölln beschlossenen Lärmaktionsplan gibt es noch mehr Anlass für Geschwindigkeitsbegrenzungen“, erklärte Stamer. Ihrer Behörde obliege es, zu berechnen, welche Lärmschutzmaßnahmen zulässig oder nötig seien. Die Ratzeburger Straße, Schmilauer Straße, Vorkamp und Berliner Straße seien kürzlich geprüft worden. Bei letzterer sei eine Reduzierung der Geschwindigkeit nicht möglich gewesen. Im Vorkamp jedoch sei das Tempolimit von 30 Km/h von den Abendstunden sogar auf die Tagesstunden ausgedehnt worden. Bei den allgemeinen Fragen der Verkehrsberuhigung kamen die Stadtvertreter auch auf die nun anstehende Planung zur Sperrung der Hauptstraße zu sprechen. Die Verkehrsaufsicht habe bereits signalisiert, dass sie sich der Sperrung an verkaufsoffenen Sonntagen nicht entgegenstellen wolle, erklärte Bauamtsleiter Manfred Kuhmann. Die Stadtverwaltung sei jedoch noch nicht gefordert, sagte Kuhmann. Zuerst müsste die Politik darüber beraten, erstmals am kommenden Donnerstag im Bauausschuss. Es werde 2018 aber nicht mehr zu Ergebnissen kommen.

Boykott der Sporthalle

In der Bürgerfragestunde meldeten sich zwei Mitglieder der Schulkonferenz und beklagten, dass es nur schwer möglich sei, in der Dreifeldsporthalle auf dem Schulberg zu trainieren. Es fehle eine wichtige Akustikdecke. Seit Jahren werde darauf hingewiesen. Es habe sich jedoch nichts getan.

Auf der letzten Sitzung der Schulkonferenz seit deshalb beschlossen worden, den Sport in der Halle ab Februar einzustellen. „Was die Lautstärke angeht, ist es unzumutbar. Das tut den Lehrern und Kindern gesundheitlich nicht gut. Wir wollen den Druck erhöhen“, sagte die Mutter. „Wir sind dran. Ich bitte sie, sich zu gedulden. Die Standfestigkeit der Halle ist uns im Augenblick viel wichtiger.“, erklärte Uwe Schlegel, Vorsitzender des Bauausschuss.

Wegen der Gefahr von „Betonkrebs“ müssen Bohrkerne von Stützpfeilern zur zeit in einer Nebelkammer beobachtet werden. Um statische Gefahren abzuschließen.

Mehr Zebrastreifen und Pförtneramper

Matthias Esche (SPD) hält es für ein reizvolles Ziel, die gesamte Stadt zu einer 30-Zone zu machen. Denn die sich abwechselnden Tempolimits etwa zwischen Schmilauer und Ratzeburger Straße in den Abendstunden seien irreführend. Es sei grundsätzlich nicht zielführend, die Stadt nur aus dem Auto erleben zu wollen – aus Lärmschutz- und Sicherheitsgründen. Er schlug außerdem zusätzliche Zebrastreifen und eine Pförtnerampel an der Hauptstraße vor. Horst Flöter (FDP) fragte nach der Möglichkeit, feste Messgeräte aufzustellen, denn er als Fußgänger könne sich manchmal nur durch einen Sprung zur Seite retten.

„Damit töten wir die Innenstadt“

Jörg Steffen (CDU) entgegnete: „Ich sehe ein flächendeckendes Tempolimit kritisch. Ich befürchte eine Verlagerung des Verkehrs in die Seitenstraßen.“ Zum klimafreundliche Verkehrskonzept gehöre auch einen Nord- und Südumgehung, sagte Steffen. Bianca Radke monierte, dass all diese Maßnahmen der Wirtschaft schadete: „Damit töten wir die Innenstadt“.Tanja Stamer erklärte, ein Tempolimit könne wegen rechtlicher Gründe auch nicht so einfach auf die gesamte Stadt ausgedehnt werden. Mölln habe zu viele überörtliche Straßen wie Bundes-, Landes- und Kreisstraßen. Stationäre Blitzer seien nur gut, um einen bestimmten Bereich zu überwachen. Vor und dahinter werde möglicherweise trotzdem zu schnell gefahren. Außerdem verfüge ein Kreistagsbeschluss, dass stationäre Blitzer nur an Unfallschwerpunkten gebe. Das sei zur Zeit nicht der Fall. In der angesprochenen Mühlenstraße gebe es nur zwei Stellen, wo man überhaupt blitzen könne.

Messungen der Stickoxidbelastung

Doch die bisherigen Messungen hätten ergeben, dass dort nicht so gerast werde wie in der Hauptstraße. Das Verkehrsministerium müsse bei der Einrichtung von Pförtnerampeln zustimmen. Kuhmann: Das land habe eine Pförtnerampel unterhalb des Kirchberges bereits abgelehnt. Esche setzte sich für die Einrichtung von Tempoanzeigetafeln ein. Und er sprach sich für Messungen der Stickoxidbelastung aus. Wenn der Wind nicht wehe, rieche es unerfreulich nach Abgasen.

Florian Grombein

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