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Lauenburg Thomas Ebelts Bilder gehen in die Welt
Lokales Lauenburg Thomas Ebelts Bilder gehen in die Welt
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16:57 29.10.2018
Das jüngste Buch (re.) des Möllner Fotografen Thomas Ebelt (58) ist jetzt ins Englische übersetzt und erweitert worden und wird fast weltweit vertrieben, nämlich im Commonwealth-Bereich. Quelle: Matthias Wiemer
Mölln

Er liebt die Stille, das Licht und die besondere Abgeschiedenheit der Stellen, an denen Leuchttürme errichtet worden sind. Lighthouses, wie es im Englischen heißt, die der Möllner Fotograf (58) in zahlreichen Reisen seit Jahren ins Bild gesetzt hat, ist ein Band, der jetzt in englischer Übersetzung nahezu weltweit erhältlich ist, nämlich im Bereich des britischen Commonwealth.

Für den hauptberuflich bei Wasserzoll im Hamburger Hafen tätigen Möllner, für den das Fotografieren längst nicht mehr nur ein Hobby ist, stellt diese erweiterte Neuauflage seines Buches Leuchttürme Europas einen Meilenstein dar. Denn gute Landschaftsfotos und Leuchtturmmotive gibt es wie Sand am Meer. Wenn aber ein Verlag den Vertrieb eines Buches durch eine englischsprachige Version international ausweitet, muss das ein Beleg für herausragende Fotokunst sein.

Band in markantem Hochformat

Ungläubiges Stutzen beim ersten Anblick des Bandes: 16 mal 34 Zentimeter, und dann auch noch im Hochformat? Ebelts Leuchtturmband ist allein schon äußerlich markant gegen den Breitbildformat-Strich der digitalen Bilderwelt gebürstet, die vertikale Motive unweigerlich ins Querformat presst – selbst Leuchttürme. Ebelt bewegt sich zwar fototechnisch in der digitalen Welt, bleibt in der Motivgestaltung jedoch konservativ. Ein Turm ist ein Turm, und das wirkt nun einmal nicht quer, gibt er sich überzeugt.

„Lighthouses“ in ungewöhnlichem Hochformat. Quelle: Wiemer

Dem folgte auch sein Verlag. „Zehn weitere Fotos sind hinzugekommen für die englische Ausgabe“, berichtet Ebelt, der bereits fünf Fotobücher und über 20 Kalender veröffentlicht hat. „Es war nach der Frankfurter Buchmesse 2017, als mich der Verlag Delius Klasing kontaktierte und mir mitteilte, mein jüngstes Leuchtturmbuch sollte eine englische Übersetzung erhalten.“ Der 175 Seiten umfassende Band mit beeindruckenden Motiven in ausgesuchtem Licht war offenbar so erfolgreich, dass dem Verlag eine Ausweitung des Vertriebs auf den ausländischen Markt interessant erschien. Der Band zeigt und beschreibt 77 Leuchttürme von Amrum bis Formentor, von Kiel-Holtenau bis Malmö, von Noordwijk bis Malta.

Auf der Suche nach dem Licht

Viele Reisen in zahlreiche europäische Länder sind dem eigentlichen Fotoprojekten vorausgegangen. Dabei stand für Ebelt stets im Vordergrund, den richtigen fotografischen Moment abzupassen. „Das bedeutet, dass ich manchmal lange warten, Schauer durchziehen, und das richtige Licht abpassen musste“, erinnert sich der Möllner, der von jeher das besondere Licht der Morgen- und Abendstunden bevorzugt. Der Freund von Vollformat-Digitalkameras (die Bildsensorgröße entspricht dabei der des klassischen Kleinbildformats 24 mal 36 Zentimeter) konzentriert sich in seiner fotografischen Botschaft auf eine vom Licht her romantische, vom Thema her sachliche Bildsprache. Die Entrücktheit des Motivs ist sein Thema, Aktion-, Street- oder Reportagefotografie sind seine Sache nicht. So versteht sich auch seine Maxime: „Man muss bei Leuchttürmen stets auf die Öffnungszeiten achten, sonst hat man immer wieder Menschen auf den Türmen, die von der Brüstung winken.“

Britische weltweite Einflusszone

Das Commonwealth of Nations (bis 1947 British Commonwealth of Nations) ist laut Wikipedia-Eintrag eine lose Verbindung souveräner Staaten, welche in erster Linie vom Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland und dessen ehemaligen Kolonien gebildet wird. Die Gründung geht auf das Jahr 1931 zurück. Gegenwärtig sind 53 Staaten Commonwealth-Mitglieder, darunter Australien, zahlreiche afrikanische und asiatische Staaten, aber auch Malta, Singapur und Südafrika.

Matthias Wiemer

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