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Lauenburg Tierschutzpräsident: „Unsere Heime brauchen mehr Geld“
Lokales Lauenburg Tierschutzpräsident: „Unsere Heime brauchen mehr Geld“
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20:37 04.08.2015
Der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder (re.), lässt sich von Gaston Prüßmann durch das Möllner Tierheim führen. Quelle: Philip Schülermann

Die Kommunen Ratzeburg, Breitenfelde und Mölln arbeiten mit dem Tierheim Mölln vorbildlich zusammen. Das hat Thomas Schröder, Präsident des deutschen Tierschutzbundes dem Möllner Tierschutz gestern bescheinigt.

„Bisher habe ich immer über die Bürgermeister geschimpft“, sagt Präsident Schröder, der auf seiner Rundreise durch Schleswig-Holstein das Tierheim in Mölln besichtigt hat. Er wolle vor Ort sehen, „wo Probleme sind“. Mein Eindruck von hier ist sehr gut“, sagt er erfreut darüber, dass der gemeinsame Tierschutz „hier klappt“. Das haben auch Rainer Voß und Jan Wiegels, Bürgermeister von Ratzeburg und Mölln, bestätigen können. Auch sie waren zur Besichtigung gekommen.

Bundesweit hätten die Tierheime zu kämpfen, „die Rücklagen sind aufgebraucht“, sagt Schröder. Die seien aber dringend nötig, zum Beispiel, um Tierheime zu renovieren. Ein weiteres Problem sei, dass viele Kommunen nicht genügend zahlten. Anders in Mölln: Die beteiligten Kommunen Ratzeburg, Breitenfelde und Mölln zahlen zumindest genug, um Fundtiere zu versorgen. „Wir haben einen fairen Vertrag ausgehandelt“, sagt Gaston Prüßmann, Vorsitzender des Tierschutzes in Mölln. 200000 Euro koste der Unterhalt des Heimes im Jahr, etwa 60 Prozent zahlten die Kommunen — pauschal und unabhängig von der Auslastung. „Die Zusammenarbeit läuft wunderbar“, sagt er. Aber auch in Mölln seien die Rücklagen aufgebraucht, „das Problem sind größere Investitionen.“ Kostendeckend arbeite auch das Möllner Tierheim nicht.

„Wir brauchen einen Investitionstopf von 50 Millionen Euro bundesweit“, sagt Schröder, landesweit, so schätzt er, würden vier Millionen Euro an Mitteln benötigt, damit Tierheime überleben könnten.

„Dass den hiesigen Städten der Tierschutz wichtig ist, merkt man im Verhältnis zu anderen“, sagt Thomas Schröder. „Tierschutz wollen zwar alle, gestritten wird sich trotzdem — vor allem, wenn es um die Finanzen geht.“

phs

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