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Lauenburg Tischler-Innungsspitze kritisiert Engagement der Betriebe
Lokales Lauenburg Tischler-Innungsspitze kritisiert Engagement der Betriebe
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20:23 11.12.2015
Allzu viel hatte Innungsobermeister Walter Urbrock (stehend) nicht zu berichten. Im kommenden Jahr möchte er mehr Gäste zu Veranstaltungen der Tischler-Innung locken. Quelle: Philip Schülermann

Für die Tischler-Innung im Kreis Herzogtum Lauenburg geht ein zufriedenstellendes, aber kein besonders erfolgreiches Jahr zu Ende. Außerdem ging auch an ihrem Gewerk das allgegenwärtige Flüchtlingsthema nicht vorbei.

Elf Tischler konnte die Innung 2015 freisprechen, eine Frau war darunter. Einer der neuen Gesellen nahm beim Landeswettbewerb teil, habe jedoch nicht unter den Bestplatzierten landen können, berichtete Obermeister Walter Urbrock bei der Innungsversammlung am Donnerstagabend im Möllner Naturparkzentrum Uhlenkolk.

„Auch 2016 soll es wieder ein Ausbildertreffen geben“, sagte Urbrock. Auch wenn es im vergangenen Jahr „nicht sehr erfolgreich“ gewesen sei, wie Lehrlingswart Wolf-Dieter Lange in seinem Bericht sagte. „Nur ein Viertel der Betriebe waren da“, bedauerte er. Für 2016 hoffe er auf mehr Zuspruch — „für eine bessere Ausbildung“. Auch mit der Beteiligung beim diesjährigen Tag des Handwerks in Wentorf zeigte sich Urbrock nicht zufrieden. Trotz der enttäuschenden Zahlen wolle man im kommenden Jahr aber ebenfalls wieder vertreten sein.

Das Berufsbildungszentrum (BBZ) in Mölln soll umgebaut werden. Jens Grage vom BBZ konnte erste Auszüge aus dem Zeitplan vorlegen: „Bis März 2017 wird der E-Trakt abgerissen. Ab Oktober 2018 ist Einzug.“ Während des Umbaus müssten die Tischler-Klassen nicht in andere Räume ziehen. Die Auszubildenden bekommen im BBZ eine größere Werkstatt.

Derzeit würden in drei DaZ-Klassen (Deutsch als Zweitsprache) Flüchtlinge unterrichtet. Der Grad ihrer Qualifizierung sei sehr unterschiedlich und reiche vom Studierenden bis zum Analphabeten, berichtet Grage. Nur fünf Jahre könne die Verweildauer der Flüchtlinge am BBZ zukünftig betragen — bis zur Gesellenreife. „Unsere Erfahrungen sind bisher sehr positiv.“

Die Tischler-Innung
27 Mitglieder hat die Innung der Tischler im Kreis Herzogtum Lauenburg. Sie ist auf kommunaler Ebene das Sprachrohr der ansässigen Betriebe und außerdem für die Ausbildung der Tischler-Lehrlinge zuständig.

Philip Schülermann

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