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Lauenburg Toter bei Brand in Mehrfamilienhaus in Mölln
Lokales Lauenburg Toter bei Brand in Mehrfamilienhaus in Mölln
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22:36 24.05.2016
Bei dem Brand kam eine Person ums Leben - die Identität ist aber noch unklar. Quelle: Jens Burmester
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Mölln

Bei einem Großfeuer in der Möllner Waldstadt ist gestern vermutlich ein Bewohner ums Leben gekommen. Seine Identität stand bis gestern Abend noch nicht fest. Vier Stunden lang waren rund 150 Kräfte mehrerer Feuerwehren, des Rettungsdienstes und der Polizei im Einsatz. In den Trümmern im Dachgeschoss fanden die Feuerwehrleute eine bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Leiche. Das Feuer war gegen 12 Uhr offenbar in der zweiten Etage eines Mehrparteienhauses in der Posener Straße ausgebrochen. Eine Anwohnerin hatte das Feuer bemerkt und den Notruf abgesetzt.

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Bei einem Feuer in der Posener Straße in Mölln ist am Dienstag eine Person ums Leben gekommen.

Als die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort eintrafen, schlugen bereits Flammen aus der Wohnung und aus dem Dach. Unter Atemschutz gingen die Feuerwehrmänner in das schon heftig verqualmte Gebäude und retteten zunächst einige Anwohner sowie einen Wellensittich. Für eine Person – möglicherweise den 72-jährigen Mieter – kam jede Hilfe zu spät. Genaueres zur Identität soll die Untersuchung in der Rechtsmedizin ergeben.

Die Frau des Mieters war zu dieser Zeit nicht im Hause. Sie kam während des Feuerwehreinsatzes zurück und wurde später von einem Kriseninterventionsteam betreut. Für die Feuerwehren und den Rettungsdienst entwickelte sich ein Einsatz, der erst nach mehreren Stunden erledigt sein sollte. Einsatzleiter Sven Stonies forderte zur Unterstützung weitere Wehren und auch das Teleskopmastfahrzeug der Ratzeburger Feuerwehr an. Sowohl im Inneren als auch von außen über die beiden Hubrettungsfahrzeugen gingen die Einsatzkräfte gegen die Flammen vor. Die Rauchsäule stand weithin sichtbar über dem Mehrfamilienhaus.

Die Flammen breiteten sich über den Balkon der Wohnung in die darüberliegende Wohnung aus und liefen auch in den Dachboden. Nach mehr als drei Stunden meldete Einsatzleiter Stonies dann „Feuer unter Kontrolle“. Die Nachlöscharbeiten dauerten noch länger.

Von den 17 Eigentumswohnungen, die zumeist vermietet sind, wurden drei Wohnungen durch das Feuer, vier weitere Wohnungen wurden durch Löschwasser zum Teil erheblich beschädigt. Diese sieben Wohnungen sind derzeit unbewohnbar. Die Schadenshöhe wird auf mehrere hunderttausend Euro geschätzt.

Möllns Bürgermeister Jan Wiegels verschaffte sich gemeinsam mit Ordnungsamtsleiter Torsten Wendland an der Einsatzstelle einen Überblick. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Lübeck wurde der Brandort beschlagnahmt und eine Obduktion der Leiche beantragt. Insgesamt waren 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst sowie vier Funkstreifenwagen der Polizei mit acht Beamten im Einsatz. „Zur Brandursache ist noch nichts bekannt“, sagte Polizeisprecher Andreas Rosteck.

 Jens Burmester

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