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Lauenburg Das Herzogtum: „Landlust“ im „Naturreich“
Lokales Lauenburg Das Herzogtum: „Landlust“ im „Naturreich“
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18:27 10.09.2018
Das Kanu-Wander-Theater kombiniert Kultur und Natur auf dem Schaalseekanal (Bild) – hier mit einer Interpretation des Shakespeare-Stückes „Ein Sommernachtstraum“. Quelle: hfr
Ratzeburg

 Die ersten Zahlen für Übernachtungsbetriebe mit zehn und mehr Betten im Kreis Herzogtum Lauenburg stehen schon fest – zumindest von Januar bis Juni. Überall ein sattes Plus: +0,8 Prozent (auf 95 148 Ankünfte), +3,2 Prozent (auf 314 615 Übernachtungen) und eine durchschnittliche Aufenthaltsdauer von 3,3 Tagen. Im Vorjahr waren es lediglich drei Tage, so dass sich hier ein Plus von 10 Prozent ergibt.

Günther Schmidt, Geschäftsführer der Herzogtum Lauenburg Marketing und Service GmbH (HLMS), kann sich ein zufriedenes Grinsen nicht verkneifen. Denn er weiß: „Die beiden stärksten Monate kommen ja noch. Und wenn dann noch der Herbst warm und trocken bleibt . . .“

Aber Schmidt weiß aus Erfahrung, dass man sich auf seinen Lorbeeren nicht ausruhen und erst recht nicht dem norddeutschen Wetter trauen soll. Insofern bastelt er mit seiner Mannschaft und einigen Experten fleißig an einem überarbeiteten Tourismus-Konzept für den Kreis.

Gestern stellte Andreas Lorenz von der Berliner Firma „plan b“ die ersten Ergebnisse seiner Arbeit vor – im Rahmen der Digitalen Themenwoche im Kreis. Denn die Digitalisierung ist natürlich längst ein unersetzbares Hilfsmittel für Werbung und Marketing, Buchhaltung und Verwaltung geworden. Das Ganze fand im Rahmen eines ganztägigen Workshops im Möllner Quellenhof statt.

90 Interessierte aus der Tourismusbranche – Gastgeber und Vermarkter – aber auch aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung waren gekommen, um sich Tipps und Trends vermitteln zu lassen. Schwerpunkte waren neben „Digitalisierung“ auch die Aspekte der Zukunft: „Wandel im Infoverhalten“, „Nachhaltigkeit“, „Mobilität“.

Lorenz erläuterte zunächst die Ergebnisse einer Online-Umfrage zu den Besuchsgründen im Kreis Herzogtum Lauenburg. Nicht überraschend wurden hier – auch in dieser Reihenfolge – Naturerlebnis, Erholung und Entspannung, Radfahren und Wassererlebnis genannt.

Die Zielgruppen wurden in fünf Gruppen eingeteilt. Angehörige der „bürgerlichen Mitte“, des „liberal-intellektuellen“ sowie des „sozial-ökologischen Milieus“ reizt die Sehnsucht nach Kunst, Kultur, Genuss, die Möglichkeit „raus ins Grüne, aber schnell und unkompliziert“ oder die Natur- und Selbsterfahrung, Flora und Fauna sowie Kontakt zu Einheimischen.

Perspektivisch sollen verstärkt Vertreter des „expeditiven Milieus“ (Abenteuer, Auspowern und Wildnis) und des „adaptiv-pragmatischen Milieus“ (aktiv in der Natur, immer was Neues, Zeit und Spaß mit der Familie) angesprochen werden. Zu finden sind diese letzteren vor allem in Metropolen wie Berlin oder Hamburg. Wichtig für diese Klientel ist die schnelle und problemlose Erreichbarkeit des Ziels.

Die relativ kleine Urlaubsregion Herzogtum Lauenburg hat gegenüber den Nachbarregionen keine eindeutigen Alleinstellungsmerkmale. Aber die Summe macht’s: Wasser- und Waldreichtum, kurz „Naturreich“ und „Landlust“ lauten die Stichworte.

Joachim Strunk

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