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Lauenburg Trauer um Organist Nagode
Lokales Lauenburg Trauer um Organist Nagode
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18:27 15.10.2016
Der bekannte Organist, Chorleiter und Flötist Maximilian Nagode verstarb am 3.Oktober im Alter von 74 Jahren. Quelle: Julian Nagode/hfr

Die Basthorster Kirchengemeinde St. Marien trauert um ihren Organisten Maximilian Nagode. Fast zehn Jahre lang war Max Nagode die tragende Säule der Basthorster Kirchenmusik. Als Honorar-Organist war er nicht nur bei den Gottesdiensten das vertraute Gesicht auf der Orgelbank, er bereicherte auch mit seinen Musikgruppen, dem gemischten Chor „Bella Musika“ und dem Flötenensemble „Rondo“ auf das Schönste das musikalische Leben in der Gemeinde.

Maximilian Nagode verstarb am 3. Oktober völlig unerwartet zu Hause im Alter von 74 Jahren und wurde zwischenzeitlich nach einer von Musik getragenen Trauerfeier in der Gethsemane-Kirche zu Neu-Schönningstedt, der er drei Jahrzehnte als Kantor diente, auf dem dortigen Waldfriedhof beigesetzt.

Pastorin Kirsten Sattler führte in ihrer Traueransprache folgendes aus: „Musik war für ihn wirklich so etwas wie eine Gottesgabe. Seine musikalische Begabung hatte er sozusagen in die Wiege gelegt bekommen. Am 23. Januar 1942 wurde er in Wien geboren. Und schon die Mutter unterrichtete den kleinen Jungen im Klavierspiel, später absolvierte er als Jugendlicher vier Jahre lang bis zu seinem 21 Lebensjahr eine Ausbildung am Konservatorium in Wien in den Fächern Klavier, Chor sowie Musiktheorie und schloss diese Ausbildung 1963 ab. Wer Maximilian Nagode gekannt hat, der weiß, dass Musik seine ganz große Leidenschaft war. Doch dem Rat seiner Eltern folgend, wurde er kein hauptberuflicher Musiker, sondern schlug eine ganze andere Richtung ein, nämlich die des Ingenieurs. Und siehe da, auch dieser technische Bereich lag ihm. Auch da hatte er eine große Begabung.“

Zum Studium als Bauingenieur kam er 1964 nach Hamburg, legte hier 1972 sein Diplom ab und heiratete bald danach. Nun konnte er beide Künste parallel ausfüllen. Am Tage arbeitete er als Ingenieur und am Abend und an Feiertagen musizierte er in seiner Kirche in Neu-Schönningstedt. Nach seiner Pensionierung war er frei, mit seiner Musik zu touren und so wurde St. Marien in Basthorst für ihn bald ein zweites Zuhause. Maximilian Nagode hinterlässt seine Frau und zwei nunmehr erwachsene Kinder.

LN

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