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Trauer um Regine Olk

Trauer um Regine Olk

Nun hat sie es doch nicht mehr geschafft. Ende diesen Monats sollte Regine Olk mit einer großen Feier verabschiedet werden.

N un hat sie es doch nicht mehr geschafft. Ende diesen Monats sollte Regine Olk mit einer großen Feier verabschiedet werden. Mehr als drei Jahrzehnte hatte die Schwarzenbekerin den VHS- Chor „Sing Sang Song“ geleitet. Nach langer schwerer Krankheit ist die 75-Jährige gestorben. Sie hinterlässt drei erwachsene Töchter und eine große Trauergemeinde, allen voran die Sängerinnen ihres geliebten Chores. „Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum“, war das Lebensmotto von Regine Olk. Die ehemalige Lehrerin war damals bei einem Ausflug mit der Volkshochschule ermuntert worden, einen Chor in Schwarzenbek zu gründen.

 

LN-Bild

„Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum“: Regine Olk.

Quelle: Foto: Ge

Aktiv und tatkräftig wie sie zeit ihres Lebens war, setzte die Schwarzenbekerin diesen Plan sofort um. Der Chor mit etwa 30 Sängerinnen besteht noch immer. Zuletzt war er beim Kanu- Wander-Theater des Kultursommers zu hören. Da ging es der Chorleiterin bereits so schlecht, dass sie sich zwischen den einzelnen Darbietungen im Gras ausruhen musste. An diese Inszenierung der Zauberflöte werden sich die Sängerinnen wohl immer erinnern.

Viele Menschen haben die leidenschaftliche und impulsive Chorleiterin erlebt und geschätzt. Ihre Aufführungen waren oft eine „One-Woman- Show“ mit großem Spaßfaktor, denn Regine Olk konnte die Menschen zum Lachen bringen, sie begeistern und mitreißen. Auch viele ihrer Sängerinnen waren aus diesem Grund dem Chor über Jahrzehnte treu geblieben.

Ihr größter Wunsch, einen Nachfolger zu finden, ist ihr noch gelungen. Durch einen Aufruf in der Zeitung. Er tritt in große Fußspuren. „Der Chor ist mein Baby“, sagte sie damals im LN-Gespräch. „Ich muss es in guten Händen wissen.“

Dass Regine Olk eine starke Frau war, hat sie bis zum Schluss bewiesen. Die letzten Tage verbrachte sie im Geesthachter Hospiz. Dort hat der Chor auf ihren Wunsch noch einmal gesungen, nur für die Chorleiterin – und sich anschließend persönlich verabschiedet, eine große Herausforderung für jede Beteiligte.

Die Trauerfeier ist Dienstag, 15. August, 14 Uhr in der Basthorster Kirche.

Silke Geercken

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