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Lauenburg „Traurig und betroffen“: Ära Weißkichel zu Ende
Lokales Lauenburg „Traurig und betroffen“: Ära Weißkichel zu Ende
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23:29 20.06.2013
Von Martin Stein
Groß Grönau

In der Groß Grönauer Kommunalpolitik geht eine Ära zu Ende: Bei der konstituierenden Sitzung der Gemeindevertretung ist nicht Hans-Georg Weißkichel (CDU) in seinem Amt als Bürgermeister bestätigt worden, sondern die Mehrheit der Ortspolitiker votierte für Eckhard Graf (SPD). Weißkichel lenkte 23 Jahre die Geschicke der Gemeinde und zeigte sich gestern „traurig und betroffen“ über die Umstände der Bürgermeisterwahl.

CDU und SPD verfügen seit der Kommunalwahl jeweils über acht Sitze in der Grönauer Gemeindevertretung, außerdem hat Rainer Schulz-Taurnier (FDP) ein Mandat. Als jetzt bei der konstituierenden Sitzung die beiden Fraktionen ihre Kandidaten für den Bürgermeisterposten vorschlugen, erhielten Weißkichel und Graf in geheimer Wahl jeweils acht Stimmen bei einem ungültigen Votum. Im zweiten Wahlgang stimmten dann neun Gemeindevertreter für den Sozialdemokraten, der damit die erforderliche Mehrheit erreichte.

Für Weißkichel endet nun nicht nur seine lange Amtszeit als Bürgermeister, sondern er wird sich ganz aus der Ortspolitik verabschieden und sein Mandat für die Gemeindevertretung zurückgeben. „Jetzt muss eine neue Mannschaft ran“, sagte der 66-jährige im Ruhestand lebende Staatsanwalt den LN. Traurig und betroffen sei er, weil man zunächst habe davon ausgehen können, dass der FDP-Vertreter wie in der Vergangenheit gut mit der Grönauer Union zusammenarbeite. Persönlich komme er mit der neuen Situation gut zu recht, er könne auf ein kommunalpolitisches Lebenswerk mit vielen Erfolgen zurückblicken.

Die Grönauer Sozialdemokraten hatten unterdessen allen Grund zum Jubeln. Der neue Bürgermeister Eckhard Graf ist Diplom-Verwaltungswirt, arbeitet schon seit zehn Jahren in der Gemeindevertretung mit und war in der vergangenen Wahlperiode auch stellvertretender Bürgermeister. Neuer erster stellvertretender Bürgermeister ist jetzt Peter Beckmann (CDU). Die Wahl eines weiteren Stellvertreters muss bei der nächsten Sitzung wiederholt werden, weil weder Kay Kimiai (CDU) noch Karin Moßner (SPD) die erforderliche Stimmenzahl erreichten.

Jetzt muss eine neue Mannschaft ran“Hans-Georg Weißkichel (CDU), 23 Jahre Bürgermeister von Groß Grönau

mst

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