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Lauenburg Traurige Karriere eines Prügelknabens
Lokales Lauenburg Traurige Karriere eines Prügelknabens
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20:23 19.05.2017
Bei der Festnahme im Januar: Nach dem Tötungsdelikt in Lauenburg setzt die Staatsanwaltschaft bei Damian O. jetzt auf ein Sicherungsverfahren. Quelle: Foto: Timo Jann

Damian O. (25), der unter Verdacht steht, Anfang Januar in Lauenburg seine Freundin erwürgt zu haben, wird sich demnächst vor dem Lübecker Schwurgericht verantworten müssen. Das teilte am Freitag Ulla Hingst, die Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Lübeck, auf Anfrage mit. Der Tatvorwurf lautet Totschlag. Allerdings geht die Anklagebehörde nach einem psychiatrischen Gutachten von einer zur Tatzeit nicht vorhandenen Schuldfähigkeit des 25-Jährigen aus, so dass es sich um ein Sicherungsverfahren handelt. Das Gericht wird entscheiden müssen, ob der Beschuldigte unbefristet in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen wird.

Damian O. war am 4. Januar auf der Polizeistation an der Alten Wache erschienen und hatte den Beamten berichtet, dass er tags zuvor im Streit seine Freundin umgebracht hätte. Die Beamten überprüften die Wohnung und fanden Jessica N. (27) leblos vor. Die Obduktion ergab, dass die Frau erwürgt wurde, anschließend soll der 25-Jährige mehrfach auf sein Opfer eingestochen haben. O. wurde vorläufig festgenommen. Im Anschluss kam heraus, dass er 2013 während eines Prozesses gegen sich eine Haftstrafe gefordert hatte. Nach zahlreichen Körperverletzungen und Eigentumsdelikten sowie einem Raubüberfall mit Machete auf eine Spielhalle erklärte er vor Gericht, er hätte Kokain konsumiert und wolle davon wegkommen. Als Kind war er nach dem Tod seiner Mutter zunächst bei seiner Großmutter in Polen aufgewachsen, später holte ihn sein Vater nach Hamburg. Dort habe es nur Prügel gegeben, erzählte O. einmal vor Gericht. Mit zwölf Jahren begann seine Drogenkarriere, ein Selbstmordversuch folgte zwei Jahre später.

tja

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