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Lauenburg Trotz Schnee: Die Rehe leiden noch keine Not
Lokales Lauenburg Trotz Schnee: Die Rehe leiden noch keine Not
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13:15 23.01.2016
Das wachsende Gehörn des Kitzbockes, der noch bis Mai bei seiner Mutter bleibt, ist vom Bast bedeckt. Quelle: Wolfgang Buchhorn

Auf den leicht verschneiten Feldern dieser Tage fällt das Rehwild im Lauenburgischen jetzt besonders auf. Wenn die Schneedecke so dünn ist, dass die Spitzen vom Winterweizen oder Raps noch zu sehen sind, leiden sie keine Not. Auch unter höherem Schnee können sie die grünen Blättchen freischarren. Das ändert sich leicht, wenn der Schnee an der Oberfläche verharscht und es den zunehmend Rehen schwer wird, an die Wintersaat heranzukommen.

Im Wald bleibt der Schnee länger weich und sie können sich an die noch reichlich vorhandenen Eicheln halten, oder sie knabbern die Knospen von Sträuchern und jungen Bäumen. Ausgerechnet in der kargen Zeit von Dezember bis März braucht der Bock zusätzliche Nährstoffe für sein wachsendes Gehörn.

Biologisch gehört das Rehwild zur Familie der Hirsche, folgerichtig tragen die Männchen ein Geweih, das in der Waidmannssprache allerdings Gehörn genannt wird. Während des Wachstums ist das Gehörn vom Bast, einem samtartigen, durchbluteten Fell bedeckt. Im April stirbt der Bast ab und wird an Sträuchern und jungen Bäumen abgescheuert — der Bock fegt, sagt der Jäger. Zurück bleibt das abgestorbene Knochenmaterial des Gehörns, bereit für den Kampfeinsatz gegen Rivalen.

In jedem Herbst wirft der Bock das Gehörn ab und bekommt über den Winter ein neues, größeres und stärkeres. Je nach Zahl der Enden wird der Bock nacheinander zum Spießer, Gabler und Sechserbock.

Karsten Gärtner

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