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Lauenburg Tschacher zieht in Landtag ein: „Gefühl wie der erste Schultag“
Lokales Lauenburg Tschacher zieht in Landtag ein: „Gefühl wie der erste Schultag“
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20:35 15.11.2017
Ein Gefühl von Heimat für Andrea Tschacher: Ihre Verpflichtung übernimmt der CDU-Vorsitzende Klaus Schlie als Landtagspräsident. Quelle: Foto: Eisenkrätzer
Aumühle/Kiel

„Ich war super aufgeregt. Es ist etwas ganz Besonderes, so etwas erleben zu dürfen“, sagt Andrea Tschacher wenige Stunden später gegenüber den LN. Sie habe „großen Respekt vor dieser großen Aufgabe und Herausforderung“, räumt Tschacher ein. Besonders viel habe ihr bedeutet, dass auch ihre Eltern mit im Landtag gewesen seien. „Die fanden es natürlich unheimlich toll, einmal dem Ministerpräsidenten und dem Fraktionschef persönlich zu begegnen.“

Von einem entspannten Einstieg in die Landespolitik kann für die erfahrene Kreispolitikerin allerdings keine Rede sein. Statt Mittagspause stand für Tschacher nach dem dreistündigen Sitzungsteil am Vormittag eine koalitionsweite Sitzung des „gemeinen Arbeitskreises Soziales“ an. Und nachmittags muss – oder besser darf – die 44-jährige Sozialpolitikerin an ihrem ersten parlamentarischen Arbeitstag auch gleich ans Rednerpult. Begleitet von ermutigendem Applaus der Parlamentskollegen ruft die stellvertretende Landtagspräsidentin die „neue Abgeordnete Andrea Tschacher zu ihrer ersten Rede“ auf. Thema ist die weitere bedarfsgerechte Anpassung von wohnortnahen stationären Hospizplätzen. Tschacher steigt mit einem persönlichen Erlebnis mit einer ehemaligen Nachbarin ein, einer älteren Dame, die plötzlich unheilbar erkrankte. „Wenn eine Heilung nicht mehr möglich ist, kann die Palliativpflege die Lebensqualität der Patienten und Angehörigen erhöhen“, sagt Tschacher und bekommt für ihre Rede anschließend über die Regierungskoalition hinausgehenden langanhaltenden Applaus. Doch damit nicht genug. So darf Tschacher später auch noch am Tisch der Sitzungsleitung als Protokollantin teilnehmen und unter anderem die Redezeiten stoppen. Eine Aufgabe, mit der frisch gewählte Abgeordnete gerne beauftragt werden. Dies durfte bereits der mit der Landtagswahl neu in den Landtag eingezogene ostholsteinische Abgeordnete Peer Knöfler (CDU) erfahren.

Andrea Tschacher war bei der Landtagswahl im direkten Vergleich der Geesthachter SPD-Abgeordneten Kathrin Wagner-Bockey mit 200 Stimmen Abstand knapp unterlegen. Nach dem überraschenden Tod des CDU-Abgeordneten Axel Bernstein und dem Sieg von Petra Nicolaisen bei der Bundestagswahl rückte Tschacher über Liste schließlich nach. Mitte Oktober nahm sie ihr Mandat an.

hm

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