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Lauenburg Überschlag durch Fremdkörper: 100 Haushalte ohne Strom
Lokales Lauenburg Überschlag durch Fremdkörper: 100 Haushalte ohne Strom
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17:18 19.05.2017
Laut einem Eon-Sprecher soll es bei einem Strommast am Ortsausgang der Gemeinde Schürensöhlen einen Überschlag durch einen Fremdkörper gegeben haben. Quelle: jeb
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Schürensöhlen/Reinfeld

Etwa 100 Haushalte waren plötzlich ohne Strom. In Schürensöhlen sowie in Teilen von Klein Wesenberg, Klein und Groß Schenkenberg, Trenthorst, Wulmenau, Ahrensfelde und auch in Reinfeld gingen am Donnerstagabend gegen 20.35 Uhr die Lichter aus.

In Reinfeld tagte im neuen Rathaus gerade der Haupt- und Finanzausschuss, als die Lichter ausgingen. Doch die Mitglieder zeigten sich erfinderisch, schalteten die Lampen ihrer Handys ein und ließen sie an die helle Decke strahlen. So war es zumindest hell genug, um weiter tagen zu können. Eine Notstromeinrichtung in dem neuen Verwaltungsgebäude fehlt offenbar.

Eine Notstromversorgung hat möglicherweise auch im Bereich des Digitalfunks der Feuerwehren versagt. Zumindest für kurze Zeit soll in einigen Bereichen in Reinfeld kein Netz vorhanden und somit keine Funkgespräche mit der Leitstelle möglich gewesen sein. Bei der Integrierten Regionalleitstelle Süd in Bad Oldesloe wusste man dazu am Morgen auf LN-Anfrage nichts.

Die Leitstelle aber hatte gegen 20.40 Uhr der Freiwillige Feuerwehr Schürensöhlen den ersten Einsatz in diesem Jahr beschert und sie zu einem Mast in der Dorfstraße der Gemeinde an der Grenze zu Stormarn geschickt und auch gleich noch die Feuerwehr Schiphorst mitalarmiert.

Als die Schiphorster an der Einsatzstelle ankamen, war bereits alles erledigt. Die Flammen, die am Mast deutlich zu sehen waren, waren bereits von selbst ausgegangen. Die Schürensöhlener hatten eine Wasserversorgung aufgebaut und vorsichtshalber die Straße gesperrt. Im Ort leistete die Wehr noch Hilfe beim ältesten männlichen Einwohner, der auf Sauerstoff angewiesen ist, mit einem benzingetriebenen Stromerzeuger.

Und die Schiphorster Wehr fuhr noch zu einem Schweinemastbetrieb am Ortsrand, um mit dem Überdruckbelüfter den Stall mit 1500 Mastschweinen zu belüften. Dort liefen während des Stromausfalls keine Lüfter.

Noch während des Einsatzes, zu dem auch ein Mitarbeiter des Stromversorgers gerufen wurde, hieß es dann von dem Techniker, dass sehr wahrscheinlich ein Blitz im Mast mit der Mittelspannungsleitung (11000 Volt) eingeschlagen war.

Am Morgen danach sagte Unternehmenssprecher Volker Mielisch: „Durch den Überschlag eines Fremdkörpers hat es hier einen Kurzschluss gegeben. Wir haben aber schnell erkannt, in welchem Bereich der Fehler zu finden ist und haben dann mit diversen Schaltungen aus unserer Leitstelle in Rendsburg in den meisten Haushalten innerhalb von 30 Minuten wieder Strom gehabt.“

Bei etwa einem Drittel der betroffenen Haushalte habe das etwas länger gedauert und die letzten Betroffenen seien gegen 22 Uhr, also nach eineinhalb Stunden wieder am Netz gewesen. Am Nachmittag wollte ein Trupp den Mast wieder instand setzen. „Wir können den Mast nicht abschalten, weil da mehrere Stichleitungen mit Trafostationen dran hängen, die sonst während der Arbeiten komplett ohne Strom wären“, so Mielisch im Gespräch mit den Lübecker Nachrichten.

Der Stromversorger hält einen Trupp vor, der auch unter Last, also ohne Abschaltung des Stroms, arbeiten kann. Das Team bestätigte am Nachmittag, dass ein undefinierbares Knäuel aus Kordel und Stoff im Mast gelandet war und so den Vorfall ausgelöst haben muss.

jeb

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