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Unbequeme Denkmäler bleiben im Fokus

Geesthacht Unbequeme Denkmäler bleiben im Fokus

Neben Wanderausstellung und Kulturreihe jetzt auch Diskussionsabende.

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Eines der Plakate mit einem Zitat von Gotthold E. Lessing.

Quelle: Foto: hfr

Geesthacht. „Was Blut kostet, ist gewiss kein Blut wert“, schrieb Gotthold Ephraim Lessing vor über 200 Jahren. Der Satz befindet sich auf einem Plakat der Wanderausstellung „Unbequeme Denkmäler — was sagen uns Kriegerdenkmäler heute“, die seit dem Frühjahr im Kreis zu sehen ist. Jetzt schließt sich eine Kulturreihe an, die mit einem Projekt des Lauenburgischen Kunstvereins (LKV) begann. Künstler, Regionalhistoriker, Kirchenvertreter und viele Kooperationspartner wollen eine Debatte in der Zivilgesellschaft anstoßen.

Die Wanderausstellung besteht aus 21 Plakaten sowie Infotafeln, die das Projekt erläutern und vertiefen. Bei jeder Station kommen Plakate hinzu, die lokale Geschichte aufarbeiten oder von Schul- und Jugendprojekten berichten. Anfragen aus anderen Kreisen und der Landeshauptstadt Kiel gibt es bereits. William Boehart, Historiker, Vorsitzender des LKV und Initiator des Projekts: „Mit dieser Veranstaltungsreihe betreten wir Neuland. Es ist wichtig, dass die Diskussion über Krieg und seine Aufarbeitung in der Mitte der Zivilgesellschaft ankommt. Fast jedes Dorf hat sein Kriegerdenkmal oder ein Mahnmal für Soldaten und zivile Opfer früherer Kriege und Gewalt. Was sagen uns diese sperrigen Objekte heute?“.

Führungen und Schulprojekte werden angeboten. Neben der Wanderausstellung und den Beiträgen der Jugendlichen lädt der Heimatbund und Geschichtsverein jetzt zu Diskussionsveranstaltungen ein. Erster Termin ist am morgigen Montag um 19.30 Uhr in der Alfred-Nobel-Schule in Geesthacht. Schirmheer der Diskussionsveranstaltungen ist Landtagspräsident Klaus Schlie. Kooperationspartner des Projektes sind unter anderem der Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

LN

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