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Unliebsamen Mitbewohnern geht es an den Kragen

Schretstaken Unliebsamen Mitbewohnern geht es an den Kragen

Kakerlaken, Ratten, Wespen oder Marder — wer sich von solchen Tieren gestört oder gefährdet sieht, ist bei der Firma Nitor genau richtig.

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Ziemlich vermummt: Kristof Handke, Juniorchef bei Nitor, trägt beim Einsatz gegen ein Wespennest aus gutem Grund einen Schutzanzug.

Schretstaken. Nitor — das ist ein lateinisches Wort und bedeutet übersetzt so viel wie Glanz oder Reinlichkeit. Was ein Unternehmen dieses Namens genau tut, ist damit noch nicht erklärt. Also erklären wir es hier: Die Nitor GmbH aus Schretstaken hat sich seit mehr als drei Jahrzehnten auf Schädlingsbekämpfung aller Art spezialisiert.

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Ziemlich vermummt: Kristof Handke, Juniorchef bei Nitor, trägt beim Einsatz gegen ein Wespennest aus gutem Grund einen Schutzanzug.

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„Wir arbeiten schnell, professionell und umweltschonend“, erklärt Kristof Handke, Juniorchef bei Nitor und unter anderem als Ausbilder tätig. Außerdem arbeitet sein Unternehmen diskret: Zu ihren Einsätzen fahren die Mitarbeiter mit neutral lackierten Fahrzeugen ohne Firmenaufschrift, die Techniker tragen bei der Anfahrt unauffällige Kleidung. Es muss ja nicht jeder Nachbar wissen, wenn man einen Kakerlakenbefall im Haus hat.

Das Nitor-Team, so Handke, hat drei Ziele im Blick: „Hygiene, Desinfektion und Schädlingsbekämpfung“. Dieser Dreiklang muss für die unerwünschten Mitbewohner im Haus übrigens nicht das Ende bedeuten, denn manche Tiere wie etwa Marder werden vergrämt und nicht beseitigt. Das ist vor allem durch bauliche Maßnahmen an Gebäuden möglich. Den Tieren wird schlichtweg der Lebensraum genommen beziehungsweise der Zutritt verwehrt.

So etwas geht bei Mardern, ist aber natürlich bei Mäusen und Ratten schon schwerer, bei Wespen, Schaben, Bettwanzen, Flöhen und Käfern nahezu unmöglich. Da wird dann Gift eingesetzt. „So wenig Chemie wie möglich, so viel wie nötig“ verwende man, sagt Kristof Handke, der selbst geprüfter Schädlingsbekämpfer ist. Mit Umweltschützern habe man keine Probleme: „Wir arbeiten sogar eng mit den Naturschutzbehörden und Ordnungsämtern zusammen.“ Deshalb gibt es auch Tiere, die nicht bekämpft werden, wie der unter Schutz stehende Maulwurf.

Grundsätzlich steht erst einmal eine gründliche Analyse des jeweiligen Befalls am Beginn der Arbeit. Welche Schädlinge sind im welchem Ausmaß vorhanden und wie kamen sie ins Gebäude? Ist das ermittelt, geht es den Tieren meist an den Kragen: physisch, thermisch, biologisch oder chemisch. Mit Lebensmittelbetrieben oder Produzenten arbeite man eng im Bereich Qualitätssicherung und Schädlingsanalyse zusammen, so Handke: „Auch Kakerlaken und Ratten haben in der Natur ihre Daseinsberechtigung. Im Haus, Restaurant oder Produktion will sie aber niemand haben.“ Dann wird er fast philosophisch: „Die Schädlinge, gegen die wir vorgehen, sind schlicht zur falschen Zeit am falschen Ort“.

Die Nitor-Firmenzentrale befindet sich in Schretstaken, Büros gibt es auch in Hamburg, Lübeck und Lüneburg. Damit ist der regionale Einsatzbereich der Mitarbeiter ungefähr beschrieben. Im Osten allerdings reicht er bis nach Wismar.

Sogar einen Auszubildenden gibt es in dem Unternehmen. Es ist der 16-jährige Nick Dohren aus Fuhlenhagen. Er wurde bei einer Berufsinformationsbörse an der Möllner Realschule auf Nitor aufmerksam, meldete sich dort für ein Praktikum an und fand die Tätigkeit „echt interessant und abwechslungsreich“.

Im August dieses Jahres begann er hier nun seine dreijährige Lehrzeit und ist bereits täglich unterwegs. Natürlich haben wir Nick auch gefragt, ob er sich vor irgendwelchen Tiere ekelt. Die klare Antwort: „Nein“.



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Steckbrief
Firmenname: Nitor Schädlingsbekämpfung GmbH

Adresse: A.-Paul-Weber-Straße 5, 21493 Schretstaken

Gegründet: 1979, seit 1991 unter dem jetzigen Firmennamen tätig

Mitarbeiter: zehn

Auszubildende: derzeit einer.

Norbert Dreessen

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