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Unruhe nach dem Sturm beim Bauhof

Ratzeburg Unruhe nach dem Sturm beim Bauhof

Erst kam „Xavier“, dann folgte „Herwart“. Beide Sturmtiefs sind Geschichte. Doch für die Mitarbeiter des Ratzeburger Bauhofs sind die schlimmen Stürme noch sehr gegenwärtig. Vor allem „Xavier“ hat verwüstete Grünflächen hinterlassen – mit Schäden in fünfstelliger Höhe.

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Auch große Bäume wie hier direkt am Ufer des Ratzeburger Sees wurden Opfer der vergangenen beiden Stürme. Große Teile der Schlosswiese sind verwüstet, Bäume sind halb angeschoben und drohen umzustürzen oder sind zersplittert.

Quelle: Fotos: Matthias Wiemer

Ratzeburg. Kahlschlag in Ratzeburg. Ein Blick auf die Ratzeburger Schlosswiese, wo Tausende Touristen im Sommer das bunte Treiben der Racesburg Wylag-Bewohner verfolgen, lässt den Betrachter erschauern. Gefühlt jeder dritte Baum liegt am Boden, steht auf der Kippe oder ist in mehrere Teile zersplittert. Große Bereiche der beliebten Grünanlage am Ufer des Ratzeburger Sees sind mit rotweißem Flatterband abgesichert, denn einzelne Bäume sind nicht mehr standsicher, können bersten oder sich zu Boden neigen, wenn Äste Gewicht ausgesetzt sind.

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LN-Bild

Erst kam „Xavier“, dann folgte „Herwart“. Beide Sturmtiefs sind Geschichte. Doch für die Mitarbeiter des Ratzeburger Bauhofs sind die schlimmen Stürme noch sehr gegenwärtig. Vor allem „Xavier“ hat verwüstete Grünflächen hinterlassen – mit Schäden in fünfstelliger Höhe.

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Nicht viel besser sieht es in Teilen des Kleinbahndamms östlich des Kurparks aus. Etwa 30 bis 40 alte Bäume – der genaue Schaden ist noch nicht endgültig erfasst – sind den Stürmen zum Opfer gefallen. Weitere werden sicher folgen, weil sie aus Sicherheitsgründen wohl noch gefällt werden müssen.

„Ich habe so etwas in den letzten 20 Jahren in Ratzeburg nicht erlebt“, sagt Heinrich Meyer. Er ist Leiter des Bereichs Grünplanung im Bauamt der Kreisstadt und hat dieser Tage alle Hände voll zu tun mit den Folgen der Stürme. Und das wird noch andauern. „Wir brauchen wohl noch gut drei Wochen mit Aufräumen und Aufnahme des Schadens“, sagt Meyer. Denn die Zahl der Mitarbeiter in seiner Abteilung, die mit Motorsägen umgehen können und über die nötige Kenntnis verfügen, ist begrenzt. Bis jetzt, so der Behördenvertreter, rechne er mit einem bezifferbaren Schaden von mindestens 30000 Euro.

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Der aber noch erheblich höher steigen kann oder auch gar nicht wirklich zu ermessen ist. Denn: „Teils sind 100 Jahre alte Bäume betroffen, die kann man ja gar nicht wirklich ersetzen.“ Er habe den ersten Sturm direkt erlebt und nur gestaunt, beschreibt Heinrich Meyer seine Eindrücke: „Es blies wie verrückt in einer Tour aus Nordwest und drückte die Bäume einfach um, weil sie noch so viel Laub aufwiesen.“

Während im Bereich Schlosswiese und Kleinbahndamm hauptsächlich Weiden und Erlen Opfer der Stürme wurden – teils aber auch bis zu 70 Jahre alt, waren direkt vor dem Rathaus auch alte hohe Linden betroffen. Drei davon hielten den Böen nicht stand, so dass dort jetzt hässliche Lücken sind, die sich auch gefährlich bei künftigen Stürmen auswirken könnten, sagt der Grünanlagenfachmann. Da könne sich durch die Lücken der Wind verwirbeln, so dass die angrenzenden Bäume noch stärker gefährdet seien. Natürlich werde noch nachgepflanzt, aber ein Ersatz für die vielen fehlenden großen Bäume sei das nicht, so Meyer.

 Von Matthias Wiemer

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