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Lauenburg Unterschiede zwischen Ost und West
Lokales Lauenburg Unterschiede zwischen Ost und West
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18:12 30.10.2017

Leiter Dr. Andreas Wagner hatte dazu den Kunstwissenschaftler und Fotografen Ulrich Rudolph, Schriftstellerin Birgit Lohmeyer, den ehemaligen Landesbeauftragten für Stasiakten, Jörn Mothes, Journalist Nick Vogler und Fotograf Sönke Dwenger eingeladen.

Die seit einigen Monaten im Grenzhus ausgestellten Fotografien Dwengers bildeten den Anlass der Diskussionsrunde. Der 57-Jährige war einst selbst Journalist und arbeitet auch heute noch als Presseoffizier der Bundeswehr. Der Testorfer Ulrich Rudolph war einst der Geschäftsführer der Bürgerbewegung „Neues Forum“ in Gadebusch und verfolgte den Mauerfall zur Zeit der friedlichen Revolution in der DDR von einer ganz besonderen Seite. Ihm war besonders der Besuch zweier Journalisten aus dem Dithmarschen in Erinnerung geblieben, die seine Partei mit dem Druck der viermalig erschienen Zeitung „Guten Morgen!“ halfen, die Nachrichten der Partei entsprechend zu verbreiten. „Sie fragten mich, wie sie helfen könnten, und ich antwortete, sie können die Zeitung drucken lassen. Das taten sie auch. Das war fantastisch“, erklärte Rudolph. Die Unterschiede zwischen Ost und West seien seiner Meinung nach noch deutlich zu sehen, sagte er. Journalist Nick Vogler, stellvertretender Chefredakteur der Lübecker Nachrichten, berichtete von seinen Erfahrungen aus beiden deutschen Teilen. In Berlin geboren, später in Rostock und Grevesmühlen arbeitend, habe ihn sein Werdegang bei der Zeitung später nach Lübeck geführt. „Ich sah und sehe mich hier auch als Bindeglied zwischen Ost und West. Ich werbe immer dafür, bei der Behandlung von Themen im Blatt verschiedene Perspektiven einnehmen zu können“, erklärte Vogler. Die Gesellschaft habe aber– zum Beispiel mit dem Wandel des Arbeitslebens in die digitale Welt – längst andere entscheidende Wendepunkte erreicht.

Einblick in viele ostdeutsche Biographien hat Jörn Mothes, ehemaliger Landesbeauftragten für die Stasiunterlagen (1998-2008). Er sei häufig in Vorpommern unterwegs und berichtete von eklatanten Wissenslücken von Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren. „Sie verweigern sich regelrecht, über gesellschaftliche Prozesse nachzudenken.“

Maik Freitag

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