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Lauenburg Unterwasser-Baby wird zum Flugakrobat
Lokales Lauenburg Unterwasser-Baby wird zum Flugakrobat
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21:08 04.06.2017

Anders als bei Schmetterlingen gibt es bei Libellen keine Verpuppung, das fertige Insekt schlüpft direkt aus der letzten Larvenhaut. Unter großer Anstrengung muss die Libelle ihre sechs dünnen Beine aus der alten Haut herausziehen, um sich danach mit ihnen an der alten Haut festzukrallen. Die vier Flügel sind noch winzig und werden zur vollen Entfaltung mit Blutflüssigkeit aufgepumpt, solange der Chitinpanzer noch weich ist.

In dieser Zeit ist die junge Libelle ihren Feinden hilflos ausgesetzt. Wenn der Blaupfeil endlich flugfähig ist, macht er seinem Namen noch keine Ehre, ist noch langweilig blass graugrün. Männchen und Weibchen werden dann gelb mit schwarzem Gittermuster. Nur das Männchen entwickelt zur Paarungszeit die schöne, himmelblaue Wachsbereifung und wird damit zu einer unserer auffälligsten Großlibellen.

Der Blaupfeil verlässt den Gewässerbereich nicht, jagt dicht über dem Wasser nach kleineren Libellen und anderen Insekten und vertreibt mit akrobatischen Flugmanövern Rivalen aus seinem Revier. Im Juli paart sich das himmelblaue Männchen mit seinem gelben Weibchen, das danach mit wippenden Bewegungen ihre Eier auf die Wasseroberfläche in Ufernähe abwirft. Die Larven leben dann zwei bis drei Jahre auf dem Gewässergrund und lauern auf alles, was sich bewegt und was sie überwältigen können. TEXT: KARSTEN GÄRTNER / FOTO: WOLFGANG BUCHHORN

LN

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