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Unwetterfront hält an der Elbe Retter über Stunden in Atem

Geesthacht Unwetterfront hält an der Elbe Retter über Stunden in Atem

Von Geesthacht bis Lauenburg haben Sturm und Regen Sonntagabend Flurschäden angerichtet – Feuerwehr kämpft gegen Wassermassen und beseitigt umgestürzte Bäume.

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Ein Audi wurde bei Wiershop von einem Baum getroffen und völlig zerstört.

Geesthacht. Ein heftiges Unwetter hat am Sonntagabend auf einer Schneise zwischen Geesthacht und Lauenburg für Verwüstungen gesorgt. Schwarzenbek und Umgebung wurden nur am Rande tangiert und waren kaum betroffen.

LN-Bild

Von Geesthacht bis Lauenburg haben Sturm und Regen Sonntagabend Flurschäden angerichtet – Feuerwehr kämpft gegen Wassermassen und beseitigt umgestürzte Bäume.

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Gegen 16.30 Uhr zog von Westen eine dunkle Unwetterfront auf, die Sturmböen und Hagelkörner mit bis zu vier Zentimetern Durchmesser mit sich brachte. Von 18 Uhr an setzte dann starker Regen ein. Die Temperatur kühlte in Geesthacht innerhalb weniger Minuten von 31 auf 20 Grad ab.

„Wir hatten etwa ein Dutzend Einsätze geleistet, die sich vor allem in der Oberstadt abgespielt haben“, erklärte Geesthachts Feuerwehrchef Sven Albrecht. Normalerweise ist in Geesthacht eher die Unterstadt von solchen Wetterlagen betroffen. Die Hansastraße stand auf einer Länge von mehreren 100 Metern unter Wasser, weil vom Wind abgerissene Blätter die Gullys verstopft hatten. Unter anderem am Barmbeker Ring, am Wandsbeker Stieg und am Hanseatenweg überschwemmten die Wassermassen die Keller mehrerer Häuser.

In Lauenburg trafen mehrere durch den Sturm umgestürzte Bäume geparkte Autos. „Wir hatten ordentlich zu tun, die ganzen Bäume zu zerkleinern“, sagte Wehrführer Lars Heuer. Auch auf der Landesstraße zwischen Geesthacht und Wiershop traf ein etwa zehn Meter langer Ast aus der Krone einer Linde gebrochener ein vorbeifahrendes Auto. „Der Fahrer hat hier extremes Glück gehabt, das Dach wurde eingedrückt und die Scheiben zersplitterten“, sagte ein Polizeibeamter am Unfallort. Der Audi V 8 des Mannes ist ein Totalschaden. „Ich war so langsam, hatte aber keine Chance", berichtete der Fahrer.

In Hohenhorn deckten die Sturmböen Teile des Daches über dem Kirchenschiff ab, das gerade saniert wird. Wasser drang in die Kirche ein, über mögliche Schäden war zunächst nichts bekannt. Noch am Abend sicherten Handwerker das Dach notdürftig mit Planen gegen den Regen. In Breitenfelde traf gegen 19 Uhr ein Blitz ein Haus am Pommernring, der Schaden durch das dabei entstandene Feuer blieb aber gering. Die Feuerwehr Mölln half mit einer Wärmebildkamera aus, mögliche Brandnester aufzuspüren.

Blitzschlag zerstört Solaranlage in Breitenfelder Wohnhaus

Nachdem ein Blitz in ein Haus in Breitenfelde eingeschlagen war, rasten neben der örtlichen Wehr auch die Freiwilligen Feuerwehren aus Mölln und Alt-Mölln zur Einsatzstelle im Pommernring. Von außen war auf den ersten Blick zunächst nichts festzustellen. Bei genauerem Hinsehen allerdings waren einige Dachpfannen verschoben. Und im Keller des Hauses, stellten die Einsatzkräfte fest, war die Steuerung für die Solaranlage auseinander geflogen. Zwei Feuerwehrmänner fuhren im Korb der Drehleiter zur vermeintlichen Einschlagstelle und kontrollierten die Zwischendecke, nachdem sie einige Pfannen aufgenommen hatten. Ein wenig Rauch aus der Zwischendecke und deutlich erhöhte Temperaturen, angezeigt von einer Wärmebildkamera, deuteten noch auf Glut- oder Brandnester hin. Mit speziellen Gerätschaften wurde das abgelöscht.

Das Dach wurde wieder verschlossen und der Einsatz war nach einer guten dreiviertel Stunde beendet. Doch nur gut eine Stunde später wurden die Feuerwehren erneut an die Einsatzstelle gerufen. Dieses Mal sollte dort eine Rauchentwicklung aus dem Dach zu sehen sein. Und es waren Glutnester, die dazu geführt hatten, wie die Feuerwehr feststellte. „Doch die waren an völlig anderer Stelle des Daches und vorher nicht feststellbar gewesen“, bestätigte Amtswehrführer Ralf Hillmer. Die Glutnester wurden beseitigt, das Gebäude eine Stunde später noch einmal untersucht. Gefunden wurde nichts mehr. jeb

Timo Jann

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