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Uwe Diestel ist Möllns neuer Schützenkönig

Mölln Uwe Diestel ist Möllns neuer Schützenkönig

Beim vierten Versuch hat es endlich geklappt – Der 75-Jährige tritt damit in die Fußstapfen seines Vaters, der 1978 König in der Eulenspiegelstadt war.

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Empfang auf der Ratsdiele im historischen Möllner Rathaus. Dort wird traditionell das Möllner Tafelsilber, die wertvollsten Becher und Pokale der Stadt, herausgeholt.

Quelle: Fotos: Jens Burmester

Mölln. Das Interesse in Mölln war groß, als Bürgermeister Jan Wiegels am Sonnabend am Abend gegen 19.15 Uhr vor dem Schützenhof an das Mikrofon trat und den neuen Schützenkönig ausrief. Mit Uwe Diestel ist ein echtes Möllner Urgestein Schützenkönig der Möllner Schützengilde von 1387 geworden. Dreimal schon, so erzählt Diestel, habe er es versucht. Dass es jetzt im vierten Anlauf endlich geklappt hat, freue ihn ungemein. Zuvor hatte Wiegels den 14-jährigen Raphael Dmoch zum Jungschützenkönig proklamiert. Er hatte sich gegen neun Konkurrenten durchgesetzt.

LN-Bild

Beim vierten Versuch hat es endlich geklappt – Der 75-Jährige tritt damit in die Fußstapfen seines Vaters, der 1978 König in der Eulenspiegelstadt war.

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Bereits am Freitagabend hatte Schützenoberst Heiko Beuge das Fest der Möllner Schützen auf dem historischen Marktplatz eröffnet. Anschließend ging es zum Großen Zapfenstreich zur Feldbäckerei. „Wir haben auf dem Marktplatz und auf der Feldbäckerei viele Zuschauer gehabt. Dieses Interesse der Möllner Bürgerinnen und Bürger freut mich ganz besonders, sagte Beuge beim anschließenden öffentlichen Kommers im Festzelt vor dem Schützenhof.

Der zweite Tag begann schon früh um acht Uhr für den Wachzug der Gilde und den Spielmannszug der Möllner Freiwilligen Feuerwehr. Erst gab es ein Treffen beim Wachleutnant zum kurzen Frühstück in der Möllner Waldstadt, dann wurden die Wachposten beim regierenden König am Schützenhof abgestellt. Von dort ging es weiter in die Stadt, denn auf dem Marktplatz warteten bereits der Schützenoberst und der Patron der Gilde, Bürgermeister Jan Wiegels. Nachdem die Truppe nun komplett war, marschierte der Festzug durch die Möllner Altstadt zum Festplatz. Dort erwartete sie bereits der regierende König Björn Hagemann, der zum Königsfrühstück geladen hatte.

Am Nachmittag stand zunächst das Wichtigste des Schützenfestes, der Königsschuss, auf dem Programm. Im Zuschauerraum des Schießstandes waren alle Plätze besetzt. Jeder wollte sehen, wer denn auf den Stand geht, um auf den Vogel zu schießen. Acht Schützen waren es in diesem Jahr. Und so blieb die Spannung hoch bis 19.15 Uhr, denn jeder hätte derjenige sein können, der am Abend die Königskette und das Zepter hätte in Empfang nehmen können. Doch bis dahin war es noch Zeit, und so mussten sich zunächst einige Schützen vor dem Kriegsgericht verantworten, weil sie sich im abgelaufenen Schützenjahr irgendwelcher Verfehlungen schuldig gemacht hatten. Und auch für alle Damen gab es ein öffentliches Preisschießen noch vor der Proklamation. Hier erwies sich Claudia Geertz mit 51 Ringen als beste Schützin.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen des großen Festumzuges durch die Möllner Altstadt. Zuvor hatte Bürgermeister Jan Wiegels zum Empfang für alle Könige und Oberste in die historische Ratsdiele geladen. Dort gab es wie in jedem Jahr einen edlen Tropfen aus dem Ratssilber, den Silberbechern und Pokalen aus dem 14. Jahrhundert, zu trinken. Nach dem Festessen startete der große Festzug am Mühlenplatz und führte mit Musik zum Festplatz. Das gemütliche Beisammensein endete erst am späten Abend.

Obst-Pokal für Grüneberg

Den Obst-Pokal , vor vielen Jahren vom Ehrenmitglied der Möllner Schützengilde, dem früheren Möllner Bürgervorsteher Lothar Obst, gestiftet und mit 1000 Euro dotiert, gewann Stefan Grüneberg. Alle ehemaligen Könige und der regierende König dürfen um diesen Pokal kämpfen. Der Sieger muss die 1000 Euro an einen gemeinnützigen Zweck innerhalb Möllns spenden. Im vergangenen Jahr gingen die 1000 Euro an die Stiftung „Chancengleichheit für alle“. jeb

Jens Burmester

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