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Lauenburg Vattenfall plant PV-Anlage am Damm des Speichersees
Lokales Lauenburg Vattenfall plant PV-Anlage am Damm des Speichersees
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18:16 16.05.2018

Die Anlage mit 750 Kilowatt (KW) am Damm des Speichersees auf dem Geesthang soll jährlich etwa 730000 Kilowattstunden (KWh) Strom erzeugen und 430 Tonnen Kohlendioxid (CO2

) einsparen. Vattenfall geht von einer Betriebszeit von mindestens 20 Jahren aus.

Tatsächlich würde der Damm des Pumpspeicherwerks noch Platz für eine deutlich stärke Nutzung bieten, selbst der See könnte mit schwimmenden Modulen belegt werden. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) schränkt bei größeren Anlagen die Flexibilität des Investors ein. Veltrup: „Wir könnten aber jedes Jahr theoretisch 750 KW dazu bauen.“ Ob das so kommt, ist unklar.

Zunächst muss ein Bebauungsplan (B-Plan) für das Areal östlich der Windkraftanlage (500 KW) erstellt werden. Inklusive Umweltverträglichkeitsprüfung. „Ich gehe davon aus, dass noch genug Hang da ist, um den Eingriff zu kompensieren“, sagte Bauamtsleiter Peter Junge. Er unterstützt das Projekt: „Es passt gut in unser Gesamt-Klimaschutzkonzept“. Rüdiger Tonn (FDP) fragte, ob das Pumpspeicherwerk zur Füllung des Speichersees den Strom aus Sonnenkraft nutzen werde, oder ob er direkt eingespeist werde. Ein „virtueller Zähler“, so Veltrup, werde die Einspeisung der Strommenge ins Netz messen, aber sicher werde ein Teil davon auch beim Betrieb der Pumpen verbraucht. Vattenfall geht es primär um die Einspeisevergütung des Ökostroms. Veltrup ist überzeugt, dass der frühere Boom, der eingebrochen war, wieder aufleben wird.

Deutschlandweit will der Energiekonzern mehrere solcher Photovoltaikanlagen errichten. Allesamt auf eigenen Flächen. Ziel sei es laut Veltrup, bis 2020 40 Megawatt Leistung zu installieren. Dazu sollen fünf Milliarden Euro investiert werden.

Rechtlich ist es so, dass der Speichersee selbst im Flächennutzungsplan (F-Plan) als Fläche zur Energieerzeugung ausgewiesen ist, der Damm allerdings an der Außenseite als Grünfläche gilt. Die soll bei einer Realisierung mit 1,40 Meter hohen Gestellen bebaut werden, auf denen 2750 Photovoltaikmodule befestigt werden können. Dafür wird eine Fläche von etwa 5000 Quadratmetern benötigt. Die Südausrichtung des fast 100 Meter hoch gelegenen Standortes sorgt für eine optimale Sonneneinstrahlung. Vattenfall rechnet pro Jahr mit 970 Volllaststunden der Anlage. Zum Vergleich: Die städtische Photovoltaikanlage auf dem Dach des Betriebshofes an der Mercatorstraße leistet 150 Kilowatt.

Von Petra Burmeister (SPD), Friedhelm Ringe (Grüne), Bastian Nummrich (CDU) und Tonn gab es Zustimmung der Fraktionen für das Projekt. Teilweise wurde allerdings die Vernachlässigung der 1995 neben den Rohren an der Elbuferstraße errichteten Photovoltaikanlage (60 KW) kritisiert. Veltrup sagte zu, dass man diese auf Vordermann bringen wolle.

tja

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