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Lauenburg Veranstaltungsserie zur Grenzöffnung 1989
Lokales Lauenburg Veranstaltungsserie zur Grenzöffnung 1989
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21:18 20.09.2013
Kreispräsident Meinhard Füllner musste bei dieser Sitzung an keiner Stelle auf Beratungsdisziplin drängen. Nach zwei Stunden war die Tagesordnung erledigt. Rechts Protokollchef Karsten Steffen. Quelle: Fotos: M. Stein

Derart positive Reaktionen und zustimmende Bewertungen hatte bisher kein grüner Abgeordneter bei seiner Jungfernrede im Lauenburgischen Kreistag ausgelöst: Was Oliver Brandt aus Lütau für seine Fraktion bei der Sitzung am Donnerstag in Ratzeburg unter der Überschrift „Brücken bauen“ vortrug, führte nach harmonischer Debatte direkt zu einem einstimmigen Beschluss.

Mit diesem Votum hat der Kreistag die Vorbereitungen zu einer groß angelegten Veranstaltungsreihe gelegt, mit der 2014 an die Öffnung der innerdeutschen Grenze vor 25 Jahren erinnert werden soll.

„Der Kreispräsident und seine Stellvertreter mögen zusammen mit den Ausschüssen, interessierten Vereinen, Verbänden und Institutionen sowie Künstlern, Kulturschaffenden und Einzelpersonen aus dem Kreis ein Konzept für eine Veranstaltungsreihe anlässlich des 25. Jahrestages der deutsch-deutschen Grenzöffnung von 1989 erarbeiten“, heißt es im ersten Absatz des Beschlusses.

Das Vorhaben, das auf eine Idee von Ole Eggers aus Gudow zurückgeht, soll keineswegs auf den Kreis Herzogtum Lauenburg begrenzt bleiben. Sowohl die mecklenburgischen Nachbarkreise als auch die Hansestadt Lübeck sollen von einer Beteiligung überzeugt werden. Außerdem ist geplant, die Landesregierungen in Kiel und Schwerin für das Projekt zu begeistern. „Wir wollen Brücken bauen nach Zarrentin, Gadebusch und Boizenburg, und wir wollen die Menschen zum Mitmachen einladen“, sagte Brandt in seiner Rede.

Wie der Antrag bei den anderen Kreistagsfraktionen ankam, war schon mit den ersten Worten von Andrea Tschacher (CDU) klar: „Gute Idee, das hätte auch von uns kommen können“, sagte die Abgeordnete aus Aumühle. Die Zustimmung der Christdemokraten ergänzte sie mit ganz persönlichen Erinnerungen. Andrea Tschacher hat selbst 18 Jahre jenseits der Grenze in der Nähe von Berlin erlebt und die DDR aus eigener Erfahrung kennen gelernt.

Erinnerungen an die Grenzöffnung wurden auch bei SPD-Fraktionschefin Annemarie Argubi-Siewers wach. Sie schilderte, wie sie sich im Dezember 1989 mit Angehörigen ihrer Familie von Geesthacht nach Lauenburg aufmachte und es dort auf den verstopften Straßen kein Weiterkommen mehr gab. Schließlich erreichte sie Boizenburg zu Fuß und erlebte bewegende Momente in der Masse der aufgewühlten Menschen.

Florian Koch (FDP) lebte damals in Westberlin — war allerdings erst drei Monate alt, als sich die Mauer öffnete. Direkt dabei beim historischen Ereignis war aber auch er, sicher untergebracht im Kinderwagen. Koch und seine beiden Fraktionskollegen stimmten wie alle anderen dem Antrag der Grünen zu.

KREISTAGSSPLITTER
Der Kreistag hat zugestimmt, dass die Kreisjägerschaft für die Fallwildentsorgung eine jährliche Kosten- und Aufwandsentschädigung von 25 000 Euro bekommt. Bestätigt haben die Abgeordneten die Erhöhung der Jagdsteuer von 16 auf 20 Prozent.


Einstimmig bei zwei Enthaltungen hat der Kreistag den Verwaltungsrat der Kreissparkasse für das Geschäftsjahr 2012 entlastet. Der Kreis ist Gewährsträger des Kreditinstituts und deshalb für eine solche Entscheidung zuständig.


Zur Prüferin für den Fachdienst Rechnungs- und Gemeindeprüfung ist Christina Otte bestellt worden. Die in der Kreisverwaltung beschäftigte Kreisinspektorin übernimmt diese Funktion am 1. Oktober dieses Jahres.


Jetzt ist das Ergebnis der Kreiswahl vom Mai dieses Jahres amtlich. Der Kreistag erklärte das bekannte Ergebnis bei einer Stimmenthaltung für gültig. Einsprüche waren nicht eingegangen.

LN

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