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Lauenburg „Verantwortung ist gefragt, kein dumpfer Populismus!“
Lokales Lauenburg „Verantwortung ist gefragt, kein dumpfer Populismus!“
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20:10 16.10.2015
Ratzeburg

Anlässlich der bundesweiten Diskussion um die Aufnamebereitschaft und -fähigkeit in Deutschland bezüglich der Flüchtlinge sowie jüngst im Herzogtum Lauenburg aufgetauchter rechtspopulistischer Hetz-Äußerungen wendet sich der Kreistag mit Meinhard Füllner als Kreispräsident an der Spitze an die Öffentlichkeit:

„Die Fraktionen im Kreistag des Kreises Herzogtum Lauenburg — CDU, SPD, B90/Die Grünen und FDP — danken allen Bürgerinnen, Bürgern und Funktionsträgern in den Kommunalverwaltungen und den Hilfsorganisationen für ihr vorurteilsfreies Engagement, um den Flüchtlingen und Asylbewerbern in unserem Kreis eine menschenwürdige Unterkunft und Versorgung zu gewährleisten. Wir wissen, dass die damit verbundenen Leistungen und die ehrenamtlichen Kapazitäten nicht unbegrenzt sind. Umso mehr bitten wir unsere Mitbürger immer wieder zu prüfen, ob nicht auch sie einen Beitrag zur Unterstützung dieser humanitären Aufgabe leisten können — ,geteilte Last ist halbe Last‘. Dann werden wir diese Herausforderung meistern.

Wir erkennen immer deutlicher, dass auch in unserem Kreis die Möglichkeiten nicht unbegrenzt sind und vertrauen auf die Bemühungen in Land und Bund, für die Flüchtlingsproblematik klare Perspektiven zu entwickeln, die die Bürger nicht entmutigen. Dabei ist es wichtig, dass die demokratischen Parteien sich gemeinsam handlungsfähig zeigen. Denn dies ist eine Aufgabe von überparteilicher und gesamtstaatlicher Bedeutung.

Die aktuellen Werbekampagnen der rechtsradikalen NPD greifen dumpfe Ausländerfeindlichkeit auf und haben eine volksverhetzende Wirkung. Es ist empörend und rechtlich unzulässig, dass dabei das Wappen des Kreises verwendet wird. Es darf keine Identität von radikalem Gedankengut und unserem Kreis geben. Verantwortung ist gefragt, kein dumpfer Populismus! Deshalb wird der Landrat gebeten, die Verwendung des Wappens mit allem Nachdruck zu untersagen.

Dagegen verdient die besonnene Haltung der Bürger vor Ort besondere Anerkennung, die solchen Parolen keinen Raum bieten. Wir sollten dem auch alle gemeinsam entgegentreten. Bürger mit Sorgen oder Fragen mögen sich zur Klärung derselben möglichst unverzüglich bei den Verwaltungen melden.“

Kreispräsident Meinhard Füllner — Norbert Brackmann (CDU) — Jens Meyer (SPD) — Anna Granz (B90/Die Grünen) — Thomas Kühn (FDP)

LN

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