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Lauenburg „Vergessene Arbeit“ trauert um Mitgründer
Lokales Lauenburg „Vergessene Arbeit“ trauert um Mitgründer
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21:14 16.09.2016

Elektromeister Rolf Diekmann aus Wentorf bei Sandesneben ist am 3. September im Alter von 85 Jahren gestorben. Er war einer der ersten Mitstreiter beim Aufbau des Museums „Vergessene Arbeit“ in Steinhorst. Als zweiter Sohn des Elektromeisters Richard Dieckmann erblickte Rolf Diekmann am 27. August 1931 das Licht der Welt. Wie schon für seinen älteren Bruder Richard war es für ihn selbstverständlich, Meister der Elektrotechnik zu werden. In seinem langen Berufsleben hat er viele Lehrlinge ausgebildet, die von ihm eigentlich alle das Motto „Geht nicht – gibt’s nicht“ übernommen haben. Zahlreiche Lehrlinge haben von Rolf Dieckmann profitiert, als er von 1986 bis 2000 in der Elektro-Innung die überbetrieblichen Lehrgänge durchgeführt hat. Er war bei den Lehrlingen als auch bei den Kollegen gleichermaßen beliebt.

Nach seinem Berufsleben wandte er sich mit großem Eifer der Arbeit im Steinhorster Museum zu. Mit viel Fachkenntnis und unermüdlichem Einsatz hat Rolf Diekmann sich am Aufbau des Museums „Vergessene Arbeit“ beteiligt. Dort hat er die gesamte Elektroinstallation verlegt und für den Bereich Elektrik eine große Sammlung von historischen Arbeitsgeräten und Werkzeugen zusammengestellt. Außerdem hat er die Abteilung Radio-, Fernseh- und Kommunikationstechnik aufgebaut und viele der alten Geräte wieder instand gesetzt. Jahrelang reparierte und restaurierte er alte Werkzeuge und Geräte für die Ausstellung im Museum. Zudem hat er Urkunden und Dokumente aus der Zeit des vorigen Jahrhunderts in digitale Form übertragen, um sie für spätere Generationen zu erhalten. Immer wieder hat Rolf Diekmann seine Mitstreiter erstaunt, wie selbstverständlich er im Internet recherchierte, um Daten alter Geräte zu erfahren oder auch, um nach sonst nicht mehr erhältlichen Ersatzteilen zu suchen.

Den Museumsfreunden bleibt nur noch Dank zu sagen an einen tollen Mitstreiter und wunderbaren Menschen für seinen Einsatz, seine Hilfsbereitschaft und seine nette und freundliche Umgangsart. Mit Rolf Diekmann verliert das Museum für vergessene Arbeit in Steinhorst einen Mitstreiter der ersten Stunde, den alle sehr vermissen werden.

LN

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