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Lauenburg Verhaltene Reaktion auf S-Bahn-Pläne
Lokales Lauenburg Verhaltene Reaktion auf S-Bahn-Pläne
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10:13 26.10.2017
Züge zwischen Ratzeburg und Lübeck fahren meist stündlich. Quelle: hfr

„Ich gebe nie die Hoffnung auf Verbesserungen beim ÖPNV auf“, sagt Ratzeburgs Bürgermeister Rainer Voß auf die LN-Frage, was er denn von der Idee der Kieler SPD, mit der sich jetzt auch der Landtag befassen will, halte. Voß hält allerdings die Bahn-Anbindung bereits jetzt für recht gut.

Während der Hauptverkehrszeit fahre die Regionalbahn zwischen Büchen und Lübeck stündlich, hinzu kämen noch Buslinien. Ihm sei nicht bekannt, so Voß, dass es einen besonders ausgeprägten Bedarf für eine kürzere Taktung gebe. Am schönsten wäre eine Direktanbindung von Ratzeburg nach Hamburg, „aber dazu gab es wohl nur eine Chance, wenn Hamburg Olympiastadt geworden wäre“, lacht der Ratzeburger Verwaltungschef.

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Ähnlich wie er sieht es auch Möllns Kurdirektor Jochen Buchholz. „Uns käme es am stärksten auf eine Direktanbindung in Richtung Süden an“, sagt Buchholz. Ohne Umsteigen zu müssen, etwa von Hamburg nach Mölln durchfahren zu können, wäre ein echter Sprung nach vorne. „Unser Wunsch wäre, wenn wir mal ein paar Durchgangsverbindungen hätten, das würde auch den Pendlern helfen“, so Buchholz.

Insgesamt stehe Mölln sicher aufgeschlossen allen Verbesserungen im ÖPNV offen. Allerdings sei fraglich, ob man – wie im SPD-Vorschlag definiert – Ratzeburg als Endpunkt nehmen sollte, zumal man schon jetzt mit der Regionalbahn in nur wenigen Minuten später schon in Mölln sei.

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Das sieht auch der Geschäftsführer der Herzogtum Lauenburg Marketing Service Gesellschaft, Günther Schmidt, so. „Ratzeburg fände ich als Endstation einer neuen S-Bahnlinie ein bisschen früh“, sagt er und fügt an, tatsächliche Vorteile einer S-Bahn mit vielleicht noch mehr Haltepunkten als bisher die Regionalbahn hat seien für ihn schwer zu beurteilen. Sicher sei jede Erleichterung gut. Für ausbauwürdig halte er allerdings eher die Fahrradmitnahme und das Angebot an Wochenenden.

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