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Lauenburg Verhandlungen um Geriatrie
Lokales Lauenburg Verhandlungen um Geriatrie
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20:12 26.01.2018

Die Johanniter GmbH will vom US-Investor Oaktree in Geesthacht die geriatrische Klinik und das Seniorencentrum übernehmen. Bisher laufen beide Einrichtungen in Edmundsthal-Siemerswalde unter dem Namen Vitanas. Oaktree, ein amerikanischer Investor, der Pensionsgelder verwaltet, hatte erst im Sommer 2017 Vitanas und damit auch die Einrichtungen in Geesthacht aufgekauft.

„Wir sind an das Unternehmen herangetreten, weil wir ohnehin einer der größten Beleger der Geriatrie sind und die Klinik gut unser Portfolio abrunden würde. Auch als Träger von Pflegeeinrichtungen sind die Johanniter bundesweit sehr aktiv“, erklärt Carsten Schwaab, Geschäftsführer des Johanniter-Krankenhauses. Bei Vitanas hält man sich deutlich bedeckter, möchte nicht viel sagen. Für Dienstag soll eine Mitarbeiterversammlung für die gut 200 Beschäftigten am Standort angesetzt sein. „Wir sind in Verhandlungen“, erklärte Sprecherin Doreen Schenk auf Anfrage.

„Die Geriatrie ist die Nachsorgeeinrichtung für ältere Patienten, die wir akut versorgt haben“, erklärt Schwaab. 73 stationäre Betten und 25 Plätze in der Tagespflege gibt es im so genannten Hans-Haus, das zwei Mal groß erweitert wurde. Im Kurt-Haus schräg gegenüber ist das Vitanas-Seniorencentrum mit 76 Plätzen und dem Café Osterquelle untergebracht, das 2005 eingerichtet wurde.

Schwaab: „Die Mitarbeiter würden wir natürlich von Vitanas übernehmen.“

Im Laufe der Verhandlungen stockten die Gespräche nach Information unserer Zeitung kurzzeitig, als das Thema Denkmalschutz für die historischen Klinikgebäude aufkam. Die Gebäude, von denen heute einen Teil auch die Helios-Klinik für ihre neurologische Rehabilitationsklinik für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene nutzt, wurden ursprünglich für eine „Heilstätte für unbemittelte Tuberkulosekranke“ errichtet. 1898 gehörte Geesthacht noch zu Hamburg, das Gelände an der Johannes-Ritter-Straße galt als geeigneter Standort für das durch den hamburgischen Großkaufmann und Reeder Edmund Siemers gestiftete Projekt. 1899 wurde der Betrieb aufgenommen. Aus der Tuberkuloseklinik entwickelten sich später die Rehaklinik und die Geriatrie. „Die Gebäude und das Gelände bieten Perspektive und Erweiterungsmöglichkeiten“, sieht Schwaab noch Potenzial für das im weitläufigen Wald oberhalb des Geesthangs gelegene Areal. Mit dem Krankenhaus am Runden Berg (500 Mitarbeiter) sind die Johanniter in Geesthacht seit den 1980er Jahren in Geesthacht fest verankert.

tja

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