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Lauenburg Mann telefoniert ohne Gurt bei Autofahrt – und wird in Geesthacht gestoppt
Lokales Lauenburg Mann telefoniert ohne Gurt bei Autofahrt – und wird in Geesthacht gestoppt
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15:07 13.03.2019
Polizeikontrolle vor der "Düne" in Geesthacht Quelle: E-Mail-LN-Lauenburg
Geesthacht

Das Smartphone zwischen Ohr und Schulter geklemmt, den Anschnallgurt nicht angelegt. So wäre am Mittwochvormittag ein Autofahrer beinahe vor dem Jugendhaus „Düne“ in Geesthacht auf einen vor ihm bremsenden Kleintransporter aufgefahren.

Der Mann war dermaßen vom Telefonieren abgelenkt, dass er erst gar nicht registrierte, dass der Anhalteposten einer Polizeikontrolle genau ihn aus dem Verkehr ziehen wollte. 30 Euro Strafe für den fehlenden Gurt und 100 Euro zuzüglich Verwaltungsgebühr für die verbotswidrige Handynutzung (einschließlich Punkt im Verkehrssünderregister) wurden fällig. Und die Szene zeigt, wie wichtig diese Kontrollen der Polizei sind.

Handy am Ohr: Autofahrer werden europaweit kontrolliert

Europaweit sind in dieser Woche Polizisten im Rahmen abgestimmter TISPOL-Kontrollen im Einsatz. Mittwoch waren die Beamten des Autobahn- und Bezirksrevier der Polizeidirektion in Geesthacht aktiv. TISPOL steht für Traffic Information System Police, darüber stimmen Polizeibehörden in ganz Europa Aktionen ab. Aktuell geht es um Handyverstöße und Gurtpflicht.

„Sie haben aber Vertrauen zu ihrem Fahrer“, spricht ein Polizist den Beifahrer in einem Handwerkertransporter an, der ohne Sicherungsgurt mitfährt. Es ist der Versuch, dafür zu sensibilisieren, dass der Gurt bei einem Unfall zum Lebensretter werden kann.

Schleswig-Holstein: Erschreckend viele Vorfälle

„Unsere Beanstandungsquote ist erschreckend, obwohl überall über die europaweit abgestimmte Kontrollwoche informiert wurde“, berichtete Kristian Käding vom Autobahn- und Bezirksrevier der Polizeidirektion. Und auch auf die am Mittwoch in ganz Schleswig-Holstein laufende Schwerpunktkontrolle wurde vorab in den Medien hingewiesen. Käding: „Den Standort an der ‘Düne’ nutzen wir regelmäßig. Das scheint sich aber noch nicht herumgesprochen zu haben, oder die nach wie vor hohe Beanstandungsquote ist ein Indiz dafür, dass hier viel Durchgangsverkehr ist.“

Mit Jogginghose und Sportjacke über seiner Dienstkleidung stand Käding unauffällig in Höhe der Fußgängerampel an der Esso-Tankstelle. Über Funk mit Knopf im Ohr gab er Verkehrsverstöße an seine Kollegen weiter, die 300 Meter entfernt an der „Düne“ und zusätzlich im Einmündungsbereich Klaus-Groth-Weg Position bezogen hatten.

Polizisten scherzen bei Verkehrskontrolle in Lauenburg

Die Kontrollposten scherzten, wie genau Käding Handyverstöße beschreiben konnte. Etwa als er durchfunkte, eine Frau habe wohl ein älteres Nokia statt eines modernen Smartphones genutzt. Vier Stunden lang war ein Dutzend Beamter in Geesthacht im Einsatz. Ablenkungen durch Mobiltelefone während der Autofahrt als eine von vielen Unfallursachen und schlimme Verletzungen als Folge von Unfällen aufgrund nicht angelegter Sicherheitsgurte hat gerade erst die Unfallstatistik der Polizeidirektion für 2018 belegt.

22 Verstöße gegen die am Steuer verbotene Handynutzung, 28 Mal nicht angelegte Gurte, ein Treckergespann mit ausgefallener Bremse am Anhänger, ein Leichtkraftrad mit aufgrund technischer Veränderungen erloschener Betriebserlaubnis und etwas Kleinkram – das war am Mittwoch die Bilanz. Die Polizei kündigte an, auch in Zukunft Kontrolle zu verschiedenen Schwerpunktthemen zu starten. „Bei der hohen Quote ist das nötig“, macht Käding deutlich

Timo Jann

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